Kurt hat geschrieben: So 6. Sep 2026, 19:00
Naja,
Ich glaube, dass das recht normal ist. Wenn ein Wort aufhört, dann ist das Recht schwer einen Nachfolger zu finden. Und wenn, dann hat der sein eigenes Konzept. Sprich es gibt schlichtweg anderes Essen. Das ist ja auch in Ordnung so, schließlich will man ja nicht das alte kopieren. Etwas neues zu machen ist aber extrem schwer, auch weil die Konkurrenz riesig ist. Es gibt extrem viele Lokale, für relativ wenige Menschen.
Dass aber jemand aufhört, weil er in Rente geht, ist nichts besonderes. Dass es das Adagio nicht mehr gibt ist folgerichtig. Wenn der Eigentümer selber in der aküche steht, aber eben aufhört, weil zu alt, oder nicht mehr darauf angewiesen, dann ist halt Schluss. Das Letzte Restaurant gibt es ja noch, aber da ist eben der Paolo drauf. Der macht sein eigenes Essen und es wäre albern, wenn er versuchen würde die apizza von Roberto zu kopieren.
Ein Restaurantsterben sehe ich nicht wirklich. Es gibt meist einen anderen Betreiber, mit anderem Namen und anderem Konzept.
Da gebe ich Dir recht:
Gerade das jetzige
DaPaolo ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Restaurant in seiner Eigenart wechselt, aber als solches bestehen bleibt.
Angefangen hat es, soweit ich weiß und mich erinnern kann, als
Abuela mit Kiko, ein sehr fleischlastiges Restaurant. Dann kam Roberto (nein, nicht der vom Adagio), der recht glücklos iltalienische Speisen und später Pizzen im Angebot hatte. Ihm folgte ein italienischer Sternekoch aus Düsseldorf, dem der Tajogaite einen Strich durch sein etwas verworrenes Konzept gemacht hat. Das war's mit
Abuela, weil dann Roberto und Lana ihr altbewährtes
Adagio hier eröffneten, bis sie alters- und wohl auch lustmäßig Schluss gemacht haben. Seitdem ist Paolo - früher u.a. in Las Norias - Chef und Namensgeber.
Ergo: das Restaurant als solches ist nicht gestorben, lediglich Betreiber und Konzept haben sich im Laufe der Zeit geändert.