Der Zeltplatz in der Caldera ist so einsam, man kommt sich vor wie Robinson Crusoe. Aber es gibt dort leckeres Wasser, WC und es kostet nichts. Wo gibt's heutzutage sowas schon noch? Ist mir unbegreiflich, weshalb hier niemand ist.
Der Weg zur Angustina Schlucht ist verschüttet, also ging es erst einmal rüber zum Los Brecitos. Die Taxen lauern dort wie die Raben, aber der Wanderweg runter ist viel schöner. Ich mag den total.
Im Flussbett angekommen, gibt es 4 Möglichkeiten, Anhalter, Taxi, LP13 nach Los Llanos oder durch die Schlucht der Todesängste. Ich versuchte die Schlucht, aber gerade als es so richtig schön wurde, war Ende im Gelände, eine Staustufe versperrte den Weg. Runterklettern wäre vielleicht möglich, wenn man ein Seil hätte, aber ich ging lieber kein Risiko ein und bin zurück zum Parkplatz gegangen. Ein Blick auf die Sp...karte verriet, wie man an dem Wehr vorbeikommt. Danach war das Flussbett durchgängig begehbar. Irgendwie spuky dort, kreuz und quer verlaufen irgendwelche Wasserrohre, die teilweise in kuriosen Bauten verschwinden. Unberührt ist dieser Barranco nicht, trotzdem habe ich mal wieder 0 Menschen getroffen. (Von Brecitos bis zum Parkplatz 1 älteren Wanderer und vom Camp bis Brecitos im Abstand 2 junge Pärchen und eine mittelalte Blumenfotografin.)
Wo sind die ganzen Wanderer, für die die Insel eigentlich bekannt ist?
In Puerto Tazacorte habe ich den Nachmittag in der Taberna Puerto genossen. Ein paar Bierchen, Gambas al Allio, einen Schleimkopf, ein Schoko irgendwas und zum Schluss noch einen Barraquito. Nach der kargen Kost in der Caldera musste das einfach sein, über 60 €, aber ich hätte auch 100 bezahlt, es war einfach lecker.
20 km, 710 Hm hoch und 1500 Hm runter.
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