Durch Zufall bin ich hier auf dieses doch sehr aktive Forum gestoßen, nachdem ich aus Interesse über die Straßenbauprojekte auf der Insel nach der Rückkehr recherchiert habe und genau hier die gesuchten Informationen gefunden habe. Ich wollte Euch gerne mal meine Eindrücke nach einer Rückkehr nach 10 Jahren niederschreiben und bin gespannt, welche Hinweise Ihr auf meine Eindrücke ggf. habt.
Ich bin letzte Woche das 2. Mal auf La Palma gewesen, nachdem ich fast exakt 10 Jahre vorher (Mai 2016) zuletzt dort war. Dieser Urlaub war für mich schon lange eine Sehnsucht nach einer Insel, die ich damals noch als junger Student extrem begeisternd fand. Das erste Mal eine vulkanische Landschaft, das erste Mal wandern über den Wolken (mit Mike Keim sogar) und das erste Mal selbst auf den Kanaren, von denen ich irgendwie noch ein falsches Bild hatte. Seitdem habe ich nun alle direkt von Düsseldorf/Köln anfliegbaren Kanareninseln durch und nach Teneriffa war La Palma die zweite Insel, die ich das zweite Mal besucht habe.
Für mich war der zweite Inselbesuch wie ein „Entkrusten“ von alten Erinnerungen, aber auch die Erkenntnis, dass sich (wie ich es auch auf Teneriffa erlebt habe) vieles gewandelt hat – manches zum Guten, manches aber zum (gefühlt) Schlechteren. Mit meiner damaligen Freundin habe ich vieles nicht sehen können, weil sie nicht so für lange Touren und Entdeckungen zu begeistern war. Somit blieb es bei den typischen Highlights wie dem Roque, Fuencaliente, Santa Cruz, Tazacorte und meiner Wanderung über einen Teil der Vulkanroute.
Mit meiner heutigen Freundin konnten wir schon viel mehr erleben, vor allem daran bedingt, dass man vieles noch kannte. Natürlich haben wir auch die Klassiker gemacht, dazu endlich die Nordumrundung der Insel, die damals von SC aus kommend in La Tosca enden musste. Damit konnte ich die damals schmerzliche Lücke im Entdecken der Insel schließen. Nachdem 2016 Los Tilos eine Kurzwanderung war, ist diesmal Cabo de Gabo dran gewesen. Dazu auch viele Küstenorte, die ebenfalls damals herausfielen. Somit würde ich sagen, habe ich regional betrachtet die Insel damit nun für mich abgeschlossen.
In diesen 10 Jahren hat sich natürlich einiges verändert. Der neue Hafen von Tazacorte war fertig. Viele Straßen sind nun in diesem wechselnden 3-Spuren-System ausgebaut, viele Einrichtungen sind nun digital im Voraus buchbar und einige Restaurants haben sich gewandelt, geschlossen oder sind neu entstanden. Leider habe ich diesmal in keinem Restaurant mehr die klassischen Papas arrugadas in ihren ursprünglichen Sorten (Negra, Bonita, Ojo de Perdiz) gefunden, sondern nur noch mit Importkartoffeln. Dazu habe ich den Eindruck gehabt, dass die Öffnungszeiten vieler Gastros sich stark verkürzt haben. Auch Santa Cruz wirkte deutlich leerer und „ausgestorbener“ als damals, obwohl die Stadt sich ja eine durchaus viel schönere Promenade gegönnt hat.
Teil Zwei folgt.




