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Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 15:01
von NiederBayer
Die Wanderung des Tages:
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Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 15:08
von mrjasonaut
Cool. Schlittenparty runter.
Der Hunger treibt an. Der Appetit.
Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 15:28
von NiederBayer
Ja, hast recht. Im unteren Drittel ist das mehr Rutschen als Wandern. Haben es trotzdem geschafft und testen jetzt den kiosko reme fürs morgige Badabum. Rauf gehen wir aber nicht mehr diese Mörderstrecke, sondern über charco verde hoch nach Jedey. Den Abschnitt kenne ich nicht, aber der ist hoffentlich nicht ganz so steil

Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 15:51
von mrjasonaut
Charco Verde Not even better.
Warnte einst Don Ronaldo.
Ich habe mich warnen lassen.
Trampt lieber!
Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 19:43
von Cletico
Speichenkarte hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 19:58
Letzter Tag, die Wanderform ist da, wo sie am ersten Tag hätte sein sollen. Aber egal, es war trotzdem wieder grandios auf der garstigen kleinen Insel.
Den Wetterbericht habe ich so verstanden, dass aus Norden Wind und Regen kommt. Im Norden sind Berge, dahinter wird es wohl erstmal OK sein. Ein Blick zum Birigoyo, wolkenlos, also los.
Bei El Pilar geparkt. Das Refugio mit Flatterbändern abgesperrt. Also erst mal die Straße hoch und ca 3km auf einer Forstpiste warmlaufen. Kurze Hose, kurzes Wanderhemd, die Sonne wärmt, die Bewegung auch, die Luft hat laut Auto 11°. Unterhalb vom Nambroque auf einem unbeschilderten Pfad in den Wald. Der Pfad endet im nirgendwo, an einem Wasserfall ohne Wasser. Man muss ein Stück vor dem Ende des Barrancos (del Romero) links hoch klettern und ein Stück weglos gehen, dann erreicht man wieder einen Weg, der zum SL-LP 125 führt. Man gelangt zum GR 131 und kurze Zeit später zum Abzweig zum Nambroque. Tolle Aussicht, perfektes Wetter, kaum Wind. Weil es so schön ist, weiter zum Duraznero und direkt weiter zum höheren Deseada. Dort eine Pause mit Gofi-Riegel, sehr nahrhaft. Danach ging es zu dem niedrigeren Deseada und am Kraterrand zurück auf den GR 131 am Hoyo Negro vorbei. Die vielen Vulkannamen kann ich mir kaum merken, hoffe, die Reihenfolge richtig aufzuzählen, Montaña de los Charcos, Montaña Pelada und Montaña la Barquita. Danach das Finale der Tour und des Urlaubs, der Birigoyo. Spektakuläre Wolkenspiele, klasse Aussicht. Dort habe ich mich etwas länger aufgehalten und alles erlebte sacken lassen. Es wurde dann doch etwas zugig, so dass die bisher ungenutze Windjacke doch noch zum Einsatz kam. Der Abstieg zum Refugio ging ziemlich fix. Diese Variante der Vulkantour finde ich sogar noch schöner, als die Streckentour nach Fuencaliente, vor allem logistisch sehr viel einfacher, da eine Rundtour. 16,5 km und 850 hm.
Hei, da bekommt man aber echt Lust zum loslaufen! Danke für die .gpx Datei und die gute Beschreibung.
Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 19:47
von Lee
mrjasonaut hat geschrieben: Fr 30. Jan 2026, 15:51
Charco Verde Not even better.
Warnte einst Don Ronaldo.
Ich habe mich warnen lassen.
Trampt lieber!
Das Höhenprofil des Aufstiegs von Charco Verde sieht in der Tat auch heftig steil aus.

Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 19:49
von Frau Rossi
NiederBayer hat geschrieben: Fr 30. Jan 2026, 15:28
Ja, hast recht. Im unteren Drittel ist das mehr Rutschen als Wandern.
Ihr seid diesen mörderischen Zickzackweg runtergelaufen, über den wir immer staunen, wenn wir im La Charca sitzen und uns gleichzeitig fragen, wer im Himmel so verrückt ist, diesen Weg zu gehen und ob das überhaupt ein Weg ist? Krass!
Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 19:59
von NiederBayer
Die Passage, die man von unten (und auch von oben) als Zickzackweg wahrnimmt, ist relativ unproblematisch. Ein wenig geröllig, ja, man muss aufpassen nicht wegzurutschen, aber es ist immer eine deutliche und vor allem befestigte Wegspur da, breit und nicht besonders steil. Mit Profilsohlen und Wanderstöcken und entsprechender Trittsicherheit wirklich gut machbar.
Aber etwa im unteren Drittel ist der Weg komplett weggebrochen (überhaupt nicht mehr zu sehen), man muss sozusagen frei über den Hang bzw. über die Vegetation am Rande der Rinne absteigen. Und bei jedem zweiten Schritt kommt gefühlt der halbe Hang mit einem runter. Aber wenn man den Dreh einmal raus hat und sich traut, einfach mit dem Geröll bei jedem Schritt einen halben Meter oder so zu rutschen, geht es eigentlich recht flott.
Abstürzen oder richtig weit abrutschen kann man jedenfalls nicht, sobald sich das Material unter den Schuhsohlen ein wenig angesammelt und verfestigt hat, hat man wieder einen festen Stand. Als ich das dann nachher von unten gesehen habe, dachte ich mir zugegebenermaßen aber auch, wie sind wir denn da bitteschön runtergekommen? Wenn schon Herr Wolfsperger schreibt, das Gehen sei "sehr unangenehm"....
Hoch ist das aber bestimmt extrem fies, weil man einfach keinen festen Stand bekommt und vermutlich einfach wieder zurück rutscht, wenn man einen Schritt setzt. Wir sind da jetzt zum zweiten mal runter, das erste Mal war noch vor dem Tajogaite Ausbruch, da war der Weg auch schon so weggebrochen. Beide Male haben wir den ursprünglichen Plan, auf dem Hinweg wieder hochzusteigen, nach Passieren der abgerutschten Passage begraben.
Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 20:10
von NiederBayer
mrjasonaut hat geschrieben: Fr 30. Jan 2026, 15:51
Charco Verde Not even better.
Warnte einst Don Ronaldo.
Ich habe mich warnen lassen.
Trampt lieber!
Querido amigo Pe.Ro hatte uns sogar angeboten, den Shuttleservice zu machen. Aber wir wollten den direkten Anstieg vom charco verde ausprobieren, weil wir den noch nicht kannten. Bzw ich wollte ihn ausprobieren und meine Frau durfte mich dabei begleiten
Ungefähr die erste Stunde geht es schon ganz schön happig steil hoch, aber im Gegensatz zum Abstiegsweg ist die Spur gut befestigt und zumindest bergauf für uns technisch gut machbar gewesen. Bergab wäre mir das allerdings zu abschüssig. Anstrengend ist es schon, aber es ist eine sehr schön angelegte Wegspur.
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Wenn man die Steilstufe überwunden hat, wird der Weg sogar richtig angenehm zu gehen, mit einigermaßen mäßiger Steigung durch eine fast schon liebliche Landschaft.
Abenteuerlich ist allerdings der Einstieg unten mitten in den Bananenplantagen. Ohne die Beschreibung im Rother
und die Navigation mittels GPS App hätten wir den Einstieg in den Wanderpfad (anfangs geht es auf einem Betonsträsschen durch die Plantagen) wohl kaum gefunden.
Man muss erst parallel zum Hang unterhalb einer Plantage auf einem ziemlich verwachsenen schmalen Fahrweg gehen, dann biegt man um 90 Grad nach links (im rechten Winkel zum Meer bzw zum Hang) ab. Dort geht es steil hoch, links die Betonmauer der Plantage, rechts ein fast senkrechter 10 bis 20 m tiefer Abhang, dazwischen ein etwa 1,50 m bis 2 m breiter "Sims". Wenn man das von unten sieht, fragt man sich "wie soll denn da ein Weg hoch gehen?"
Erst wenn man direkt davor steht, sieht man dass auf diesem Sims tatsächlich eine Wanderspur angelegt ist, die sich hinauf schlängelt und teilweise sogar mit Betonstufen versehen ist und nur minimal ausgesetzt ist (sonst wäre ich da eh nicht hoch).
Wir waren auch noch ein wenig immer mit Blick auf die Uhr unterwegs, da unser üppiges Mittagsmahl im Kiosko Reme doch ein wenig länger gedauert hatte und wir erst gegen 15.30 Uhr in den Aufstiegsweg eingestiegen sind. Wir haben es aber noch bei Tageslicht zurück zum Auto geschafft und einen schönen Sonnenuntergang gab's noch obendrauf.
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Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 20:35
von NiederBayer
Der erste Teil der Wanderung, nämlich auf dem GR 130 von Jedey bis zur Abzweigung des Abstiegswegs nach El Remo - etwa 3 Kilometer, dafür haben wir ca. 1 Stunde gebraucht - war übrigens wunderschön heute, so üppig grün und mit toller Blütenpracht habe ich diese Gegend noch nie erlebt.
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Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 20:37
von don.ronaldo
Ach Mist, hatte ich letzte Woche auf dem Plan, wär ich jetzt mitgegangen.
(Weil mich neulich jemand gewarnt hat, der Wege ginge z.Zt. gar nicht.)
Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 20:42
von NiederBayer
Und noch ein paar Bilder, dann ist aber Sendeschluss für heute.
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Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 20:50
von NiederBayer
Ach, einen hab ich noch:
Banaaaaaaneninsel
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Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 21:27
von Lee
Wow, was für ein grün dort momentan! Die Tour schaut eigentlich super aus von den Fotos her. Aber das eine Foto zeigt auch wie dermaßen steil dieser Hang ist. Heftig!
Tolle Tourenbeschreibung, NiederBayer.

Re: Wandern aktuell
Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 22:19
von mrjasonaut
Bravo Niederbayer. Eine Pioniertat.
Ich wollte ja nicht, aber muss.
Man kann ja nicht immer auf den Don R. hören. Alte Kanalratte.
Sorry. Nicht so gemeint.
Jason
(Ist neidisch)
Re: Von Mazo auf dem GR 130 nach Fuencaliente - Teil 2
Verfasst: So 1. Feb 2026, 09:13
von NiederBayer
NiederBayer hat geschrieben: Do 29. Jan 2026, 09:34
Teil 2 der Tourenbeschreibung folgt...
Wem die ganze Strecke auf einmal zu lange ist, der kann sehr gut an dem beschriebenen Rastplatz an der Abzweigung LP2/LP 206 die Tour beginnen oder beenden. Denn dort gibt es ausreichend Parkplätze und eine Bushaltestelle der Linien 200 und 201.
So, aber nun weiter auf unserem Weg nach Fuencaliente:
An dem beschriebenen Rastplatz endet vorerst der gemütliche Teil und es wird kurzzeitig etwas selektiver. Es geht für etwa 20 Minuten zackig bergauf auf einem felsigen Pfad. Oben wartet zur Belohnung ein blühender Mandelbaum.
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(Ab hier habe ich keine Fotos mehr gemacht, weil die Wolken sehr über die cumbre vieja rüberzogen und man keine gute Sicht mehr hatte).
Nach diesem kurzen Anstieg geht's dann wieder bequem und einigermaßen höhenhaltend weiter Richtung Süden, überwiegend auf camino, später auf einer Fahrpiste. Dabei durchquert man die schon von Jason beschriebenen beeindruckenden Lavafelder und hat bestimmt auch tolle Ausblicke hinunter aufs Meer, wenn man nicht wie wir durch dichten Nebel läuft.
Es folgt eine Passage von einigen 100 Metern auf einem kleinen Asphaltsträßchen (die Zufahrtsstraße zum Refugio Fuente de los roques), dort passiert man auch den von Radsportler beschriebenen Rastplatz. Dann geht's weiter auf dem GR 130 auf Fahrweg bzw. camino, bis man auf den von rechts herunterkommenden GR131 trifft. Auf diesem dann in etwa 20 Minuten teils sanft abfallend, kurzzeitig etwas steiler, hinunter in den Ortskern von Fuencaliente, wo das bekannte Wandererdenkmal zu einem Foto einlädt.
Re: Wandern aktuell - Von Mazo auf den Roque Niquiomo
Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 10:28
von NiederBayer
Los geht's
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Re: Wandern aktuell
Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 12:40
von NiederBayer
Und so sieht's aktuell auf dem "Gipfel" des Roque Niquiomo aus.
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Wie man sieht, sieht man nix. Schade ...
Re: Wandern aktuell
Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 18:00
von Laxwolf2
Hauptsache ihr konntet schön kraxeln auf die „Nase“!
Re: Wandern aktuell
Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 20:59
von NiederBayer
So, hier der Bericht über unsere heutige Runde: Die Rother Wanderung "Von Mazo auf den Roque Niquiomo" (in meiner Ausgabe Tour Nummer 7). Laut Tourenbeschreibung 900 Höhenmeter rauf und wieder runter bei 14 km Strecke und 5 Stunden reiner Gehzeit. Wir haben knapp 6 Stunden gebraucht.
Es ist eine sehr kurzweilige, abwechslungsreiche Wanderung durch eine wunderschöne und großteils sehr einsame Landschaft. Wir haben auf der ganzen Runde eine einzige andere Wanderin getroffen und auch sonst keinen einzigen Menschen gesehen (Ausnahme gleich zu Beginn und ganz am Ende, wenn man durch die Ortschaft von Mazo wandert).
Die Wanderung hat so gut wie keine Passagen auf Teerstraßen o.ä., die Natur ist unglaublich grün und üppig (ja, ich wiederhole mich). Die Wege wunderschön angelegt, hauptsächlich durch dichten Wald (Fayal), weiter oben auch durch offenes Buschland. Längere Passagen bestehen aus diesen phantastischen für La Palma typischen verwunschenen Hohlwegen, die vom Fayalüberwuchs quasi in Tunnel verwandelt worden sind (und die ich schon zig mal fotografiert habe und nachher immer enttäuscht bin, weil man dieses Gefühl von Tiefe bzw Tunnel einfach nicht auf das Bild bekommt). Die Wege sind teilweise sehr felsig, kurzzeitig auch bequemere Erdwege, ganz oben auf der Querung zwischen PR 16 und PR17 mal für etwa 20 Minuten eine ziemlich ausgewaschene Fahrpiste.
Was ich allerdings nur eingeschränkt empfehlen kann, ist der direkte Aufstieg auf dem PR16 bis zum Roque Niquiomo. Ich habe wirklich nichts gegen Steigungen und es darf ruhig auch mal etwas steiler sein. Aber auf dieser Tour geht es etwa die ersten zwei Stunden fast nur steil oder sausteil bergauf, so gut wie ohne Verschnaufpause. Da waren Passagen mit 30 Grad Hangneigung noch die eher harmloseren Abschnitte, oftmals waren das bestimmt 40 Grad oder mehr. Und der Weg führt nicht etwa in Serpentinen bergauf, sondern praktisch in der Falllinie. Und das macht dann irgendwann keinen Spaß mehr, wenn man das Gefühl hat, das hört überhaupt nicht mehr auf.
Würde ich die Tour noch mal machen, würde ich vermutlich auf dem PR17 aufsteigen, der ist zwar auch durchgehend ansteigen, aber bei weitem nicht so steil. Dafür halt natürlich ein wenig länger.
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