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Re: "Einheimische" Lokale - "Bagañete" in Tazacorte
Verfasst: Do 27. Feb 2025, 17:06
von elhierron
dahin kommen auch viele Palmeros zum Essen, da hatten wir letztes Jahr mehrfach Sardinen, gut und günstig
"Escacho", haben wir letztes Jahr auf der Tafel nicht gesehen, durfen wir aber vor Jahren in El Paso auf einer der vielen Fiestas probieren, sehr gewöhnungsbedürftig für deutsche Gaumen, war damals eine "Koblauchbombe"

und macht sehr satt ...
Re: "Einheimische" Lokale, "Bagañete" in Tazacorte
Verfasst: Mo 3. Mär 2025, 17:58
von Penelope
Penelope hat geschrieben: Do 27. Feb 2025, 16:54
... ein palmerisches Gericht, das ich noch nicht kannte: Escacho palmero. .... Es handelt sich um Gofio, vermischt mit gekochten Kartoffeln, mojo verde und Käse. Der feste Teig wird zu einer Art Brotlaib geformt und in Scheiben geschnitten. Als Vorspeise oder Beilage sehr schmackhaft.
Heute nachgebaut, sehr einfach, schmackhaft und sättigend.
Das Rezept sieht keinen Knoblauch vor, wohl aber rohe Zwiebel. Die mag ich nicht, deshalb habe ich sie durch kleingeschnittene rote Paprika ersetzt. In unserem Fall Beilage zu frittierten Sardinen.
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Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Mo 3. Mär 2025, 19:09
von mrjasonaut
Erinnert mich an die Polenta in Norditalien. Die stehen drauf dort. Ich kriegs nicht runter.
https://www.gustini.ch/blog/rezept-ital ... s-italien/
Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Mo 3. Mär 2025, 22:42
von Palmaregi
Danke, jetzt weiß ich endlich, wie das heißt und was es ist. Gofio dachte ich mir, alles andere nicht.
Wir bekamen das mal als unbestellte (und unbezahlte) Vorspeise, in einer Gruppe in "La Cascada" - El Paso arriba.
Sehr lecker und sehr sättigend - fast brauchte ich die Hauptspeise nicht mehr
Bitte welchen Käse nimmt man am besten?
Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Mo 3. Mär 2025, 23:41
von Penelope
Welchen du willst, in meinem Rezept hieß es “curado” und “ahumado”, ich nahm einen mezcla curado no ahumado. Im “Bagañete” war der Käse auch no ahumado. Der mojo verde war bei mir mojo de cilantro.
Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Di 4. Mär 2025, 00:45
von Palmaregi
Ok, danke - dann je nach persönlichem Geschmack. Cilantro für mich nicht, dann eben etwas anderes.
Also fácil. Einfach.
Das werde ich ausprobieren.

Re: "Einheimische" Lokale, "Bagañete" in Tazacorte
Verfasst: Di 4. Mär 2025, 18:31
von AQQU
Penelope hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 17:58
... ein palmerisches Gericht, das ich noch nicht kannte: Escacho palmero. .... Es handelt sich um Gofio, vermischt mit gekochten Kartoffeln, mojo verde und Käse. Der feste Teig wird zu einer Art Brotlaib geformt und in Scheiben geschnitten. Als Vorspeise oder Beilage sehr schmackhaft.
Hast Du denn auch das Rezept? In welchem Mengenverhältnis kommt Gofio dazu, und wird es trocken beigemischt oder vorher pampig gerührt?, das ganze dann wohl warm?
Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Mi 5. Mär 2025, 10:48
von Penelope
Ich habe 140 g Gofio verwendet, weil ich die gerade daheim hatte. Etwas mehr Kartoffeln kochen als Gofio, vielleicht so ca. 250 g, noch warm schälen und mit der Gabel zerdrücken. Gofio trocken dazumischen, ca. 150 ml mojo verde, Salz, ca. 50 g geriebenen Queso curado (im Original ahumado). Dazu feingeschnittener roter Paprika, Menge nach Gefühl (im Original Zwiebel). Zuerst mit der Gabel durchmischen, dann mit den Händen kneten. Weil es mir etwas zu trocken war, habe ich noch ein paar Tropfen Olivenöl und für mehr Geschmack einen Spritzer Essig hineingegeben. Längliches Laibchen formen, Scheiben abschneiden, mit mojo verde oder rojo servieren. Ist eine kalte Vorspeise/Beilage.
Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Mi 5. Mär 2025, 16:28
von Penelope
Serviervorschlag.
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Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Do 6. Mär 2025, 15:02
von Frau Rossi
*notiert* Beim nächsten Aufenthalt dringend mehr mit Gofio kochen
Bislang landet es nur als Zutat im Porridge am Morgen und sättigt enorm. Wir haben auf Gomera in einem Restaurant mal ein Gofio-Mousse zum Nachtisch gegessen und sind schier ausgeflippt, so gut war das. Auf La Palma ist mir dieser Nachtisch leider noch nirgendwo begegnet.
Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Do 6. Mär 2025, 15:27
von Toni
Ich habe den mal bei der Eröffnung des Gofio/ Mühlenmuseums/ Pt.gorda probiert, sehr lecker. Auch bisher erfolglos gesucht, nur Gofioeis gibt es, z. B. Dolce Vita Pt. Taza.
Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Fr 7. Mär 2025, 23:51
von Penelope
Gofiomousse bzw. -schaum gibt es z.B. bei El Altillo in Los Cancajos.
Wir haben dort heute sehr gut gegessen.
Setas con Langostinos:
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Filete de Sama, Papas, Verduras:
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und das besagte Dessert:
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Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Sa 8. Mär 2025, 09:40
von Watzmann59
Gofiomousse gibt's auch in der Bodegon Tamanca.
Ich bin eigentlich kein Nachspeisenfan, aber dieser Gofiomousse bin ich verfallen.
Wir mussten im Januar diesen Jahres gleich noch ein 2. mal dorthin um diese zu genießen.
Zwar einfach angerichtet aber zum "Hineinlegen"
Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Sa 8. Mär 2025, 09:49
von Herbie
Postres | Dessert
Mús de Gofio (mús de cereales tostados antes de moler)
Gofio Mousse (Mousse aus gerösteten Cerealien mit nussigem Geschmack)
Tiramisú de Mora | Maulbeertiramisú
Das sind meine beiden Liebelings Postres in der Tasca La Luna in Los Llanos.
Re: "Einheimische" Lokale
Verfasst: Di 11. Mär 2025, 19:13
von elhierron
El Muelle in PT:
nach dem ersten durchgängig warmen Tag am Strand:
Fischfrikadelen, chipperones fritos mit Mojo Verde und papas
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"El Sanavadit"/Mirca und "Casa Pancho"/Breña Baja
Verfasst: Mi 19. Mär 2025, 23:13
von Penelope
Zwei urige Lokale, wo ihr garantiert nicht von Touristen umgeben seid.
El Sanavadit, benannt nach den Vornamen der Betreiberfamilie (Salvador, Ana etc.) erinnert mit seiner gemütlich-nachlässigen Umgebung ein wenig an Griechenland. Nichts für Ordnungsfanatiker.
Essen kanarisch, insgesamt OK, vor allem Garbanzosuppe und Helado de Gofio sehr gut, Salat ganz frisch, Carne fiesta für meinen Geschmack etwas trocken.
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Casa Pancho, mittags proppenvoll. Essen mittlere Qualität. Kanarisch-deftige Küche, Spezialität ist über flammendem Feuer gegrilltes Fleisch. Hier gibt es neben Ziege und Kaninchen auch das ur-kanarische Gericht "Piñas, Papas y Costillas" - Maiskolben, Kartoffeln und Schweinerippchen. Ich wollte das unbedingt einmal probieren, war aber nicht wirklich meins. Die Rippchen sind gepökelt. Das Ganze liegt schwer im Magen.
Ganz exzellent das Postre de la Casa, eine Art Tiramisù.
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Bodegón Tamanca
Verfasst: Sa 22. Mär 2025, 20:33
von Penelope
Heute zum ersten und wahrscheinlich auch zum letzten Mal dort gegessen.
Fans von Bergen von Grillfleisch sind hier richtig.
Champignons als Vorspeise waren fünf verdorrte, ungewürzte Schwammerlköpfe mit einem Klecks mojo verde, Preis 7,50. Sehr gute Wertschöpfung für das Wirtshaus. Salat ebenfalls ungewürzt, auf Verlangen aber Essig/Öl/Salz nachgereicht. Gegrilltes lt. meinem Mann in Ordnung, Espuma de limón gut.
Bedienung nicht unfreundlich aber extrem effizient, schließlich gab es Warteschlangen von noch nicht Abgefütterten. Ich hätte nicht gewagt, noch ein wenig sitzen zu bleiben. Ungemütlich. Nach nicht einmal einer Stunde waren wir (Vorspeise, Hauptspeise, Dessert/Kaffee) wieder draußen.
Preis-/Leistungsverhältnis stimmte für mein Gefühl nicht, besonders verglichen mit "La Mata" vor einigen Tagen. Dort hohe Qualität, liebevoll zubereitet und angerichtet, freundlich serviert, mit Ruhe genossen, ca. 30% weniger bezahlt.
Re: "El Sanavadit"/Mirca und "Casa Pancho"/Breña Baja
Verfasst: Sa 22. Mär 2025, 21:15
von Pe.Ro
Penelope hat geschrieben: Mi 19. Mär 2025, 23:13
Zwei urige Lokale, wo ihr garantiert nicht von Touristen umgeben seid.
El Sanavadit,
Casa Pancho, .
Danke für die Tipps, aber wo sind diese Lokale
Nachtrag: zuerst die Überschrift lesen erspart dumme Fragen

Re: Bodegón Tamanca
Verfasst: So 23. Mär 2025, 07:24
von NiederBayer
Penelope hat geschrieben: Sa 22. Mär 2025, 20:33
Heute zum ersten und wahrscheinlich auch zum letzten Mal dort gegessen.
Fans von Bergen von Grillfleisch sind hier richtig.
Champignons als Vorspeise waren fünf verdorrte, ungewürzte Schwammerlköpfe mit einem Klecks mojo verde, Preis 7,50. Sehr gute Wertschöpfung für das Wirtshaus. Salat ebenfalls ungewürzt, auf Verlangen aber Essig/Öl/Salz nachgereicht. Gegrilltes lt. meinem Mann in Ordnung, Espuma de limón gut.
Bedienung nicht unfreundlich aber extrem effizient, schließlich gab es Warteschlangen von noch nicht Abgefütterten. Ich hätte nicht gewagt, noch ein wenig sitzen zu bleiben. Ungemütlich. Nach nicht einmal einer Stunde waren wir (Vorspeise, Hauptspeise, Dessert/Kaffee) wieder draußen.
Preis-/Leistungsverhältnis stimmte für mein Gefühl nicht, besonders verglichen mit "La Mata" vor einigen Tagen. Dort hohe Qualität, liebevoll zubereitet und angerichtet, freundlich serviert, mit Ruhe genossen, ca. 30% weniger bezahlt.
Der Titel des Threads lautet ja auch
"Einheimische" Lokale

Re: Bodegón Tamanca
Verfasst: So 23. Mär 2025, 21:09
von Birigoyo
Penelope hat geschrieben: Sa 22. Mär 2025, 20:33
Heute zum ersten und wahrscheinlich auch zum letzten Mal dort gegessen.
Fans von Bergen von Grillfleisch sind hier richtig.
So ist es. 2004 bin ich zum ersten Mal in der "Bodegon Tamanca" gewesen.
Dummerweise ein Sonntag im August, alles voll mit Festlandsspaniern, die Touris aus D wurden ganz zum Schluss
und recht unhöflich abgefertigt, falsche Zeit, falscher Ort

.
Das Grillfleisch wenigstens war passabel, der Rotwein zu warm.
Nächster Versuch ein paar Jahre später nach einer Wanderung.
Der Laden war so gut wie leer, kühl und dunkel, das Personal war zum Großteil gerade in der Pause und wir warteten ewig
auf unser Essen. Die Bedienung war leicht reserviert, wir hatten nicht den Eindruck wirklich willkommen zu sein.
Nachdem das Restaurant wegen Vulkanausbruch einige Jahre geschlossen hatte, da las man in vielen Portalen recht Positives. Neuer Elan, neues Personal, ganz anders aufgestellt etc.
Scheint ja aber nicht wirklich zu stimmen und als wir neulich mal wieder vorbeigefahren sind, da parkten 3 Reisebusse vor der Tür (Kreuzfahrer?), das ist dann halt auch nicht unsere Welt

.
Es ist und bleibt ein dunkles Loch mit wenig Charme, dabei hätte es das Potential all das zu repräsentieren, was die Ess -und Weinkultur La Palmas so ausmacht, wenn man es denn nur wollte.