Vorab: Ich habe nichts geraucht und mir geht es gut. Und ich liebe Rechenbeispiele auch: Man kann davon ausgehen, dass deutsche Urlauber jährlich insgesamt etwa 30 bis 35 Millionen Kilometer auf den Straßen von La Palma zurücklegen. Das entspricht in etwa 750 bis 870 Erdumrundungen.
An zwei durchschnittlichen Tagen legen deutsche Urlauber auf der Insel insgesamt ca. 178.000 Kilometer zurück.
Mein Vorschlag daher, wir bleiben die betreffenden 2 Tage zu Hause und überkompensieren die errechneten zusätzlichen Emissionen.
Super!!!
Die Palmeros fahren noch viel mehr.
Die bleiben am besten auch Zuhause.
Da fährt ja dann auch kein Bus durch den Tunnel. Arbeiten geht dann auch keiner.
Das ist gerade voll am Thema vorbei.
Na ja, merkwürdige Rechenbeispiele kann man auch bei/nach reichlichem Genuss von Alkohol bekommen - es muss ja nicht immer durch "Rauchen" sein ...
"Glaube wenig - prüfe und hinterfrage alles - denke selbst"
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"Nur wenn man gegen den Strom schwimmt, gelangt man zur Quelle!"
Das Cabildo hat heute Stellung zur geplanten Sperrung genommen. Darin heißt es zur Frage der beidseitigen Öffnung des túnel nuevo, dass die europäischen Sicherheitsvorschriften für Tunnel und Infrastrukturen dieser Art äußerst streng sind und unter den gegenwärtigen technischen Bedingungen eine Freigabe des neuen Tunnels für den Zweirichtungsverkehr aufgrund fehlender, für diese Konfiguration erforderlicher Sicherheitsmaßnahmen verhindern.
Asphaltiert wird in den drei Tagen nur die Curva de los Castañeros, also der Bereich hinter dem Ausgang des alten Tunnels.
Das hört sich etwas komisch an. Der neue Tunnel war, als der alte über Monate renoviert wurde, auch in zwei Richtungen nutzbar. Mit reduzierter Geschwindigkeit sollte das doch gehen. Ich habe zwar keine Ahnung, ob sich da rechtlich was geändert hat oder ob man die Vorschriften in der Vergangenheit einfach ignoriert hat, aber das hört sich nicht schlüssig an.
Die Richtlinie 2004/54/EG über Mindestanforderungen an die Sicherheit von Tunneln im transeuropäischen Straßennetz ist am 30.04.2004 in Kraft getreten und musste von den Mitgliedsstaaten bis zum 30.04.2006 in nationales Recht umgesetzt werden. Sie gilt für alle in Betrieb, Bau oder Planung befindlichen Tunnel, die länger 500 m sind.
Diese Punkte müssen erfüllt sein:
-Fluchtwege und Notausgänge, um bei Bränden eine Evakuierung zu ermöglichen.
-Notrufstationen in Abständen von maximal 150 m, die mit einer Zentrale verbunden sind. (bei Tunneln ab 400 m Länge)
-Verbindungen zwischen den Tunnelröhren (Querschläge) für die Flucht.
-Rauchabzugssysteme zur Entrauchung im Brandfall
-ausreichende Beleuchtung zur Gewährleistung der Sicht bei Nacht und zur Vermeidung des "Schwarzen Lochs"-Effekts am Eingang.
-Feuerlöscher und Löschwasserversorgung müssen verfügbar sein.
-Anlagen zur sofortigen Tunnelsperrung, Wechselverkehrszeichen und ein automatisches Brandmeldesystem.
-für jeden Tunnel muss eine Person ernannt werden, die für die Sicherheit zuständig ist.
-regelmäßige Sicherheitsinspektionen und Übungen für Einsatzkräfte
-Risikobewertung: Sicherheitsmaßnahmen werden basierend auf einer Risikoeinstufung festgelegt, die Faktoren wie Verkehrsbelastung, Länge, Gefahrguttransporte und Steigung berücksichtigt.
Der túnel nuevo hat ja das meiste davon, aber vermutlich nicht alles.
Es gibt aber einen wirklich gefährlichen Tunnel auf La Palma, den Túnel del Envetadero auf der LP-1 zwischen Gallegos und Franceses (Länge etwa 600 m). Bei dem hat man sich im Oktober 2015 dafür gefeiert, dass es jetzt wenigstens eine LED-Beleuchtung gibt. Doch nach EU-Recht dürfte dieser Tunnel gar nicht mehr betrieben werden.
So lange ist die Renovierung des alten Tunnels aber nicht her. Und ging es ja auch.
Hat man da etwas großzügig über die Regelung hinweg gesehen?
Der Schelm denkt sich da was...