Riesenopuntien

Die Botanisiertrommel der Insel und der ganzen Kanaren
Antworten
Benutzeravatar
Wanderbär
Feycan
Feycan
Beiträge: 209
Registriert: Di 1. Jan 2019, 19:07

Riesenopuntien

Beitrag von Wanderbär » Do 11. Jul 2019, 18:56

DSC08167.jpg
DSC08181.jpg
DSC08182.jpg
An diesen Prachtexemplaren kam ich auf dem Wege zum Puerto von Puntagorda vorbei, und zwar auf dem Gelände der "Ziegenfinca". Beim Eingangstor dauerte es etwas, bis ich den Riegel zurückgeschoben hatte, beim Ausangstor dagegen klappte es auf Anhieb.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Benutzeravatar
nils.k
Feycan
Feycan
Beiträge: 250
Registriert: Mo 17. Sep 2018, 20:01
Wohnort: Santo Domingo
La Palma Status: Resident

Re: Riesenopuntien

Beitrag von nils.k » Do 11. Jul 2019, 19:31

Leider haben die Riesenopuntien auf La Palma inzwischen ein Riesenproblem. Die cochinilla mejicana (Dactylopius opuntia), eine Verwandte der seit langem für die die Farbstoffproduktion genutzten Cochenilleschildlaus (Dactylopius coccus), breitet sich immer weiter aus. Sie wurde im Jahre 2010 erstmals in Fuencaliente beobachtet und rückt seither mit einer Geschwindigkeit von 2 Kilometern im Jahr gen Norden vor. 2017 war sie in Los Llanos und La Grama angekommen, bis sie den Norden erreicht haben wird ist nur noch eine Frage der Zeit.

Die Läuse führen zu einem Totalverlust der Pflanzen, man kann ihnen nur durch manuelles Reinigen der Opuntienblätter beikommen. In den unzugänglichen Barrancos ist die Bekämpfung des Schädlings gar nicht möglich.

Benutzeravatar
Birigoyo
Atogmatoma
Atogmatoma
Beiträge: 1102
Registriert: Mo 17. Sep 2018, 16:21
Wohnort: Hessische Bergstrasse
La Palma Status: regelmäßiger Urlauber

Re: Riesenopuntien

Beitrag von Birigoyo » Do 11. Jul 2019, 20:30

nils.k hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 19:31
Leider haben die Riesenopuntien auf La Palma inzwischen ein Riesenproblem. Die cochinilla mejicana (Dactylopius opuntia), eine Verwandte der seit langem für die die Farbstoffproduktion genutzten Cochenilleschildlaus (Dactylopius coccus), breitet sich immer weiter aus. Sie wurde im Jahre 2010 erstmals in Fuencaliente beobachtet und rückt seither mit einer Geschwindigkeit von 2 Kilometern im Jahr gen Norden vor. 2017 war sie in Los Llanos und La Grama angekommen, bis sie den Norden erreicht haben wird ist nur noch eine Frage der Zeit.

Die Läuse führen zu einem Totalverlust der Pflanzen, man kann ihnen nur durch manuelles Reinigen der Opuntienblätter beikommen. In den unzugänglichen Barrancos ist die Bekämpfung des Schädlings gar nicht möglich.
Aha , dann hat wohl der Schädling die Pflanze doch noch eingeholt , welche um ca 1800 aus Mexico
nach La Palma eingeführt wurde . Bei uns im Garten des Ferienhauses in Todoque siechen sie auch bereits dahin ... :(

Benutzeravatar
Schnecke
Guanche
Guanche
Beiträge: 67
Registriert: Sa 22. Sep 2018, 02:53
Wohnort: LP

Re: Riesenopuntien

Beitrag von Schnecke » Do 11. Jul 2019, 21:21

Wenn ich mit dem Schlauch wässere, spritz ich mit möglichst scharfem Wasserstrahl so im vorbeigehen
befallene Opuntien ab (meist auf einem verwilderten Nachbarstück). Das mögen sie gar nicht, das mochten
schon die Cochinillen nicht.
Das wird "die lieben Kleinen" zwar nicht ausrotten, aber doch etwas im Zaum halten, zumindest in unmittelbarer
Nähe.
:lol:

Benutzeravatar
Lee
Atogmatoma
Atogmatoma
Beiträge: 1040
Registriert: Do 4. Okt 2018, 00:01
La Palma Status: regelmäßiger Urlauber

Re: Riesenopuntien

Beitrag von Lee » Do 11. Jul 2019, 21:28

Das sind wirklich sehr schöne, gewaltige Opuntien Exemplare!

Opuntien gelten ja auch als invasive Pflanze, aber wenn sie gänzlich von den Inseln verschwinden würden, würde einem auch wieder etwas fehlen.

Benutzeravatar
Pagurus
Feycan
Feycan
Beiträge: 288
Registriert: Mi 31. Okt 2018, 15:06
Wohnort: Waiblingen
Kontaktdaten:

Re: Riesenopuntien

Beitrag von Pagurus » Fr 12. Jul 2019, 06:41

nils.k hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 19:31

Die Läuse führen zu einem Totalverlust der Pflanzen, man kann ihnen nur durch manuelles Reinigen der Opuntienblätter beikommen. In den unzugänglichen Barrancos ist die Bekämpfung des Schädlings gar nicht möglich.
Ein Parasit, der seine Wirtspflanze aussaugt bis diese abstirbt.
Ein Menetekel für den Homo sapiens ?
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Antworten