Euphorbia canariensis, 'Cardón canario'
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Euphorbia canariensis, 'Cardón canario'
Weil an anderer Stelle der Begriff 'Cardonal' (= Zone, in der diese Pflanze wächst) angesprochen wurde, hier mal ein paar Aufnahmen, um diese kanarische Charakterpflanze vorzustellen.
Euphorbia canariensis sieht aus wie ein Kaktus, gehört jedoch zu einer völlig anderen Verwandtschaft, nämlich den Wolfsmilchgewächsen. Davon gibt es auf den Kanaren - und erst Recht im Rest der Welt - noch jede Menge weitere, die kanarischen "Kollegen" sehen aber alle eher wie "normale" Pflanzen aus. Der einheimische Name ist 'Cardón canario' oder auch nur 'Cardón', eine Bezeichnung, die in Mittel- und Südamerika für verschiedene Kakteen verwendet wird. Auf Deutsch heißt sie Kanaren-, Säulen- oder Kandelaber-Wolfsmilch. Kennzeichnend für diese Familie ist ein Milchsaft, der (fast) immer giftig ist - kann auch bei einfachem Hautkontakt schon reizen, erst recht natürlich bei Wunden oder im Auge!
Die Art wächst ausschließlich auf den Kanaren und dort im Sukkulentenbusch, also in der +/- heißen, trockenen und baumfreien Zone von knapp über Meereshöhe bis auf ca. 500 m hinauf (auf anderen Kanareninseln z.T. auch bis 1.000 m), und dort vorzugsweise in felsigem, steileren Gelände.
Jungpflanzen haben 4 Rippen. So findet man sie auch schon mal im Baumarkt- oder Gartencenter-Sortiment.
Sie schieben dann aber bald eine 5. Rippe ein und manchmal später auch noch eine 6. Die Färbung der Triebe und Dornen variiert je nach Wuchsort. Da dürften Sonneneinstrahlung und Wasserversorgung eine Rolle spielen.
Das Lustige ist, dass Blüten- und Fruchtstände fast dieselbe Farbe haben. Gibt's in der Botanik, glaube ich, nicht so oft.
Die Früchte sind, wie bei allen Euphorbien, dreikantige Kapseln, die bei Reife aufspringen und die Samen mehrere Meter weit wegschleudern. Wenn man zur passenden Zeit durch Bestände von Wolfsmilch-Pflanzen wandert, gibt das einen ganz speziellen Soundtrack ...
¡Hasta luego!
Wolfgang
Euphorbia canariensis sieht aus wie ein Kaktus, gehört jedoch zu einer völlig anderen Verwandtschaft, nämlich den Wolfsmilchgewächsen. Davon gibt es auf den Kanaren - und erst Recht im Rest der Welt - noch jede Menge weitere, die kanarischen "Kollegen" sehen aber alle eher wie "normale" Pflanzen aus. Der einheimische Name ist 'Cardón canario' oder auch nur 'Cardón', eine Bezeichnung, die in Mittel- und Südamerika für verschiedene Kakteen verwendet wird. Auf Deutsch heißt sie Kanaren-, Säulen- oder Kandelaber-Wolfsmilch. Kennzeichnend für diese Familie ist ein Milchsaft, der (fast) immer giftig ist - kann auch bei einfachem Hautkontakt schon reizen, erst recht natürlich bei Wunden oder im Auge!
Die Art wächst ausschließlich auf den Kanaren und dort im Sukkulentenbusch, also in der +/- heißen, trockenen und baumfreien Zone von knapp über Meereshöhe bis auf ca. 500 m hinauf (auf anderen Kanareninseln z.T. auch bis 1.000 m), und dort vorzugsweise in felsigem, steileren Gelände.
Jungpflanzen haben 4 Rippen. So findet man sie auch schon mal im Baumarkt- oder Gartencenter-Sortiment.
Sie schieben dann aber bald eine 5. Rippe ein und manchmal später auch noch eine 6. Die Färbung der Triebe und Dornen variiert je nach Wuchsort. Da dürften Sonneneinstrahlung und Wasserversorgung eine Rolle spielen.
Das Lustige ist, dass Blüten- und Fruchtstände fast dieselbe Farbe haben. Gibt's in der Botanik, glaube ich, nicht so oft.
Die Früchte sind, wie bei allen Euphorbien, dreikantige Kapseln, die bei Reife aufspringen und die Samen mehrere Meter weit wegschleudern. Wenn man zur passenden Zeit durch Bestände von Wolfsmilch-Pflanzen wandert, gibt das einen ganz speziellen Soundtrack ...
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Re: Euphorbia canariensis, 'Cardón canario'
Es gibt noch andere Wolfsmilchgewächse, die sich sehr wohl auf La Palma fühlen. Dazu gehört der sehr schnellwüchsige Wunderbaum (Ricinus communis), dessen Samen die Palmeros auch gern als "semillas del diablo" bezeichnen, weil sie sehr giftig sind. Auch die Sprossachsen und Äste sind durch die "Wolfsmilch" giftig.
Das Rizinusöl allerdings, das aus den Samen gepresst wird, ist ein begehrter Stoff in der Pharmazie.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wunderbaum
Das Rizinusöl allerdings, das aus den Samen gepresst wird, ist ein begehrter Stoff in der Pharmazie.
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Re: Euphorbia canariensis, 'Cardón canario'
Korrekt! Bei Rizinus wissen viele nicht, dass er in dieselbe Familie gehört. Er gehört aber ursprünglich auch nicht nach La Palma, sondern ist als Zier- oder Nutzpflanze angepflanzt worden. Leider hat er eine gewisse Tendenz zum Verwildern und gilt in den USA als invasive Art.
Ebenfalls zur Gattung Euphorbia zählen noch die verschiedenen "Tabaibas". Die stelle ich ein anderes Mal hier vor.
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Wolfgang
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Re: Euphorbia canariensis, 'Cardón canario'
Kannste laut sagen. Sehr, sehr giftig.nils.k hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 12:07 .... dessen Samen die Palmeros auch gern als "semillas del diablo" bezeichnen, weil sie sehr giftig sind.
.
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Re: Euphorbia canariensis, 'Cardón canario'
Das Rizinus-Öl ist nur deshalb nicht giftig, weil das Rizin lipophob und somit nicht fettlöslich ist... 

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Re: Euphorbia canariensis, 'Cardón canario'
Gut, dass Ihr mich dran erinnert. Ich habe ja noch von der La Palma Ernte 2019 ein wenig Rizinussamen,
den habe ich nun mal zum Vorkeimen ausgelegt.
Sind auch noch ein paar andere Körner bei, da habe ich aber vergessen, was das war.
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Rizinus - Update
Update: der erste Palmero macht sich auf, das Sauerland zu erkunden.....
(Der beiwohnende Lorbeernachwuchs wird wohl noch deutlich länger brauchen.)
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Rizinus - Update
Es geht langsam voran....langsam.
Aber ein kräftiges Bürschchen.
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