Wohngemeinschaft auf La Palma

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Theo aus Herne
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Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Theo aus Herne » Do 6. Jun 2019, 10:22

Hallo miteinander,

hier möchte ich einen thread starten über die Idee einer Wohngemeinschaft auf der Insel.
Madee und Palmaregi haben in unserer Gesprächsrunde quasi schon Platz genommen und wir hoffen auf weitere Teilnehmer und Interessenten.
Als Anregung werfe ich jetzt einfach mal ein paar Gesichtspunkte in den Ring.
Es könnte eine WG sein in einem gemieteten Objekt. Dadurch werden die Start und Unterhaltskosten niedrig gehalten.
Um etwas Leben in die WG zu bringen denke ich, über 4 Leute sollten es schon sein (?)
Männer, Frauen, Alter, Hobbies bunt gemischt.
Tiere sind mir im normalen Rahmen auch sehr lieb (Katzen-Hunde-Vögel-Echsen prima + / Schlangen-Vogelspinnen- Heuschrecken weniger -)
Finanzen und Ort der WG sind aus meiner Sicht zu Beginn zweitrangig (?)
Das Ideengerüst finde ich am Anfang spannender.
Ich selbst bin kein Auswanderer, wäre z.B. nur temporärer Bewohner.
Würde einfach einfliegen wenn ich Lust hätte und dann z.B. alle 2 Monate dort 10-14 Tage verbringen.
Andere mögen feste Residenten sein. Das könnte eine Rolle spielen, sich aus meiner persönlichen Sicht jedoch auch gut ergänzen. Vielleicht habe ich mich mit der Äußerung des Temporären aber schon selbst disqualifiziert ?
Eine Untervermietung von WG Teilen / Zimmer an Dritte würde ich eher nicht gut finden.
Hätte Lust viele andere Gesichtspunkte kennenzulernen.
Was meint Ihr dazu ?

Viele Grüße,
Theo.

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von El Vienés » Do 6. Jun 2019, 15:58

Hallo Theo, kennst du schon unsere Urlaubs-WG!? (Gemeinschaftliches Urlaubs-Wohn-Projekt BuenVivir La Palma?)
Eine Mischung von permanenten Bewohner*innen und Teilzeit*Palmeros haben wir bei uns entschieden, nicht zu machen, da wir glauben, die Bedürfnisse und Interessen der beiden Gruppen unterscheiden sich zu stark.

Gerade planen wir eine 2. "Urlaubs-WG". Bei Interesse gerne melden, wir treffen uns am Sonntag 21.7. für das nächste Gruppentreffen in Darmstadt.
https://goxlapalma.wordpress.com/2019/0 ... nvivir-ii/
.
Hier ein paar Impressionen unseres "WG-Lebens"
https://goxlapalma.wordpress.com/2019/0 ... buenvivir/
Hier ein paar La Palma Impressionen unseres neuesten "WG-Mitglieds" - Simone maccht ab 1.7.2019 in unserer Kerngruppe mit:
https://goxlapalma.wordpress.com/2019/0 ... inen-raum/

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Madee » Do 6. Jun 2019, 18:11

Hallo Wiener, kann man bei euch auch als Aussenstehender eines der Häuser mieten ? Oder braucht es dazu die Mitgliedschaft im Verein.

Meine Vorstellung einer Wohngemeinschaft ist dahingehend, dass sie temporär sein sollte , sich auf einige Wochen oder Monate im Jahr beschränkt und sich im Laufe der Zeit die richtigen, also die passenden MitbewohnerInnen zueinander finden mögen. So der Wunschgedanke. Es braucht nämlich seine Zeit um herauszufinden, wer zu wem passt.
Dass also das Wohnobjekt nur für die Zeit gemietet wird, in der es auch gebraucht wird.
Ich möchte nicht auswandern, mir gefällt's da wo ich bin verdammt gut. Jetzt da wir sogar eine Kanzlerin bekommen haben.. Naja kann nur besser werden.

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Theo aus Herne » Do 6. Jun 2019, 22:25

Guten Abend El Vienés,

Euer Projekt ist mir schon einige Zeit bekannt und natürlich habe ich mir die Beschreibung und Fotos interessiert
angesehen.
Es wirkt sehr gut durchdacht und organisiert und von dieser Seite macht es einen sehr guten Eindruck.
Das sprach mich vom Kopf her schon an.
Mein Bauchgefühl war etwas anders, was ich ausdrücklich nur auf mich persönlich beziehen möchte.
Das Projekt wirkt etwas zu professionell und hat einen kommerziellen Anschein.
Es ist sehr subjektiv, doch alles ist etwas zu glatt.
Eventuell denke ich bei einer WG vielleicht zu sehr an längst vergangene Tage, als ich mit Studenten und Bundis auf einem Resthof lebte und eine gewisse Form von Chaos unser Leben mitbestimmte.
Jeder sein eigenes Zimmer, diverse Gemeinschaftsräume wie Bad und Küche und eine Scheune in der gebastelt wurde.
So eine Art Villa Kunterbunt, rein abstrakt gesehen.
Heute würde ich mehre Badezimmer bevorzugen, einen eigenen Kühlschrank :), aber vielleicht ein Auto für mehrere Personen ?
Ein interessantes Gemeinschaftsding, bei dem man sich abends bei Bedarf bei Kerzen auf der Terasse trifft oder auch tagsüber teilweise was zusammen macht. Je nach Gusto.
Vollzeit- und Teilzeitresidenten könnten bei den richtigen Leuten aus meiner Sicht auch eine interessante Mischung ergeben.
So wie früher Studenten und Bundeswehrsoldaten in einem Haus.
Das war in den 70iger und 80iger Jahren auch mal ein krasser Gegensatz und es lief trotzdem gut.
Bloß der Kühlschrank war halt immer irgendwie geplündert.

Ich hoffe auf ein paar interessante Statements zu dem Thema La Palma WG, gerne auch von Foristen die so etwas noch gar nicht angedacht hatten und nun Ideen oder Anregungen loswerden möchten.

Viele Grüße, Theo.

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Pagurus » Fr 7. Jun 2019, 16:22

Theo aus Herne hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 22:25
...
Eventuell denke ich bei einer WG vielleicht zu sehr an längst vergangene Tage, als ich mit Studenten und Bundis auf einem Resthof lebte und eine gewisse Form von Chaos unser Leben mitbestimmte.
Jeder sein eigenes Zimmer, diverse Gemeinschaftsräume wie Bad und Küche und eine Scheune in der gebastelt wurde.
So eine Art Villa Kunterbunt ...
Da kommen Erinnerungen hoch, an meine wilde Jugendzeit (die liegt Jahrhunderte zurück ...)
Ich war selbstverständlich Kriegsdienstverweigerer, weil ich nicht in der „Agressionsarmee der imperialistischen BRD“ dienen wollte. So war ich damals drauf :-)
Mit anderen Zivis bewohnte ich das Dachgeschoss im Karl-Olga Krankenhaus, wo ich meinen Zivildienst leistete.
Damals war meine Toleranz hinsichtlich Gerüchen, Geräuschen und anderen Lebensäußerungen noch sehr groß (mein Zimmernachbar Ludwig war Wagner-Fan, der seinen Lohengrin mit maximaler Lautstärke hörte und bei den Arien kräftig mitschmetterte ). Damals habe ich das alltägliche Chaos als Freiheit empfunden und genossen. Trotzdem habe ich schon damals meine Töpfe und Pfannen zweimal gespült, weil ich nicht den uralten, schmierigen Fettrand in meinem Gericht haben wollte ...
Es gab auch einen festangestellten Hausdrachen, eine ältere Reinigungsdame, die erfolglos versuchte etwas Ordnung in das Chaos zu bringen und auf Jagd nach Freindinnen ging, die verbotenerweise auf unserem Stockwerk übernachteten ....
Theo aus Herne hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 22:25
Heute würde ich mehre Badezimmer bevorzugen, einen eigenen Kühlschrank :) ....
.... und noch viiiel mehr Privatsphäre. Aber wäre das dann noch eine WG ?
Theo aus Herne hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 22:25
Ein interessantes Gemeinschaftsding, bei dem man sich abends bei Bedarf bei Kerzen auf der Terasse trifft oder auch tagsüber teilweise was zusammen macht. Je nach Gusto.
Ja, das hört sich schön an.
Theo aus Herne hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 22:25
Vollzeit- und Teilzeitresidenten könnten bei den richtigen Leuten aus meiner Sicht auch eine interessante Mischung ergeben.
Ich stelle mir vor, wie ich als Vollzeitresident wochenlang im Garten geschuftet habe und jetzt kommt so ein Teilzeitresident zu Besuch, setzt sich auf die Terrasse und legt die Beine hoch.
Oder wer macht dringende Hausrenovierungen wenn die Teilzeitresidenten gerade nicht da sind ?
Ich möchte die schöne Idee von einer WG nicht madig machen, aber ich fürchte es braucht, so unromantisch das klingt, feste Regeln. Sonst prallen unterschiedliche Erwartungshaltungen aufeinander und es gibt Zoff.
Palmaregi hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2019, 22:40
... Wobei "Alter" nach Jahren für mich null Rolle spielt. Ich kenne mopsfidele 80-jährige und uralte 30er.... ich meine vor allem die geistige Einstellung!
Ich fürchte nur, es gibt mehr uralte 30er als mopsfidele 80-jährige :(

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von schello » Fr 7. Jun 2019, 18:42

Wie ich vor 3 Wochen hörte, will Ödi seine Musicasa verkaufen und nach Deutschland zurück.
Wäre das nichts?
Ist jetzt ja schon fast ne WG

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Anke » Fr 7. Jun 2019, 21:57

schello hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 18:42
Wie ich vor 3 Wochen hörte, will Ödi seine Musicasa verkaufen und nach Deutschland zurück.
Ist jetzt ja schon fast ne WG
Wow, das hätte ich nicht gedacht.

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Madee » Sa 8. Jun 2019, 07:41

Schade, an die Musicasa hatte ich auch gedacht, zwecks Quartier. Vielleicht findet sich jemand der die Idee einer Urlauber WG weiterführt.

Ich wohne seit Anbeginn meines Daseins in Wohngemeinschaften. Mit mehr oder weniger wechselnden Akteuren wie zB die Eltern, Geschwister als erste Mitbewohner. Danach WG mit Freunden auf einem gr. Bauernhof. VW Bus zum verreisen. Ach war'n das schöne Zeiten. Bin seit geraumer Zeit in einer 24 Std. BeziehungsWG, verreise darum auch gern mal alleine.

Falls jemand eine Gesellschafterin braucht, Hilfe im Garten oder in der Küche, Seniorenbetreuung und/ oder eine Unterkunft anbieten kann - here I am !
Ab Januar 2020 bin ich zu haben. Kann aber niemanden durch die Gegend kutschieren, da ich es verweigert habe, den Führerschein zu machen.

Falls jemand eine Urlaubs-Mitbewohnerin sucht, dann bitte melde dich . Wenn's geht, über PN .

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Lee » Sa 8. Jun 2019, 10:09

Anke hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 21:57
schello hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 18:42
Wie ich vor 3 Wochen hörte, will Ödi seine Musicasa verkaufen und nach Deutschland zurück.
Ist jetzt ja schon fast ne WG
Wow, das hätte ich nicht gedacht.
Ödi himself im Interview dazu:

https://www.la-palma24.info/oedi-und-musicasa-la-palma/

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Palmaregi » So 9. Jun 2019, 01:16

Grundsätzlich finde ich die Idee sehr sehr gut!

Ich bin kein Pessimist, aber ich frage mich, wie soll so etwas umgesetzt, sogar wie soll sowas überhaupt angegangen werden?

Für mich käme nur eine Hausgemeinschaft in Frage, bzw. eine Minisiedlung mit mehreren Häusern.
Ich habe WG - Erfahrung (ca. zweieinhalb Jahre in den 80ern) und ärgere mich auf keinen Fall (niemand wird jünger!)
mit WG-Putz-Uhren oder nächtlichen Geräuschen, die einen nix angehen herum. Auch nicht mit rücksichtsloser Musik.
Bei mir war es nicht Wagner, sondern lauter Free-Jazz aus dem Nebenzimmer sonntags morgens um 9 Uhr! :seeingstars:

Eine sehr gute Erfahrung war das damals, ich habe viel gelernt...

30 Jahre später eine Gemeinschaft nochmal anzugehen finde ich sehr spannend, aber bitte wie?
Grundstück, Häuser, Finanzierung, Mitglieder, Organisation?

Temporäre Mitglieder, wie soll das gehen? Die kommen ein paar Mal im Jahr zum Urlaub, und den Rest der Zeit ist die Wohnung/das Haus unbewohnt? Was ist in der Zeit mit den Kosten und allem anderen?

Sehr wichtig finde ich in diesem Zusammenhang das Projekt "Eurotopia". Kann gegoogelt werden.
Ich habe das dazu gehörige Buch, in dem 430 (!) Gemeinschaften aus ganz Europa vorgestellt werden.

Unterschiedlichster Art, klein/groß - ökologisch orientiert, religiös/spirituell orientiert, Selbstversorger usw.
Alle stellen sich vor mit eigenem Beitrag, wie sie sich Gemeinschaftsleben vorstellen, was die Wünsche sind usw.
Auch die Umsetzung dieser Projekte, die Schwierigkeiten werden angesprochen. Zum Beispiel Projekte, die auf den ersten Blick wunderbar wirken; dann gehen Menschen zur Probe dorthin, und sagen später: "Auweia, das war aber ganz anders als dargestellt, ich habe mich mehr wie ein Arbeitssklave gefühlt!"

Das sind meine ersten Gedanken zu der Sache...

Ich würde ein Projekt mit Gartenbewirtschaftung bevorzugen. :flowers:
Die Natur stellt keine Fragen und beantwortet auch keine. Sie hat längst ihren Entschluss gefasst.
Henry David Thoreau (1817-1862)

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Theo aus Herne » So 9. Jun 2019, 13:10

Also wie es genau werden könnte muß sich über die Zeit vielleicht langsam auskristallisieren.
Wir stehen doch hoffentlich nicht mehr unter dem Zeitdruck der jungen Jahre.
Da hatte man ja möglichst alles was irgendwie ging in einen Tag hineingepackt.
Wir können doch die Angelegenheit Stück für Stück zusammensetzen und sehen was dabei rumkommt.
Und jeder kann seine individuellen Ansichten und Ideen vorstellen und das könnte schon interessant sein.
Laute Musik um 9 Uhr stört mich nicht - da bin ich schon seit 3 Stunden auf den Beinen :mrgreen:
Stimmt natürlich nicht, sollte nur zur Auflockerung sein :sorry:
Der Einwurf von Regina mit der Hausgemeinschaft, also großes Haus, bzw. mehrere Häuser, ist schon mal gut.
Die Version würde ich gerne unterstützen..
Themen wie Gartenarbeit (siehe auch Pagarus), temporäre Anwesenheit, unterschiedliche Kosten bei unterschiedlichen Bewohnern, halte ich für interessant und lösbar.
Ich persönlich hätte kein Problem damit, wenn bei einem großen Haus (alles hypothetisch) mit z.B. 6 Wohneinheiten 3 nur temporär besetzt sind.
"Eurotopia" wird gleich von mir bestellt, danke für die Anregung Regina.
Eventuell ist der Weg von El Vienés und "BuenVivir La Palma" durch straffes Korsett doch eine Version,
die man in Erwägung zieht, zumindest teilweise ?
Da dort schon die 2. Gruppe zusammengestellt wird, scheint es alles durchführbar zu sein.
Bin auf die nächsten Beiträge gespannt,
Grüße,
Theo.

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Pagurus » So 9. Jun 2019, 14:15

Palmaregi hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 01:16
Für mich käme nur eine Hausgemeinschaft in Frage, bzw. eine Minisiedlung mit mehreren Häusern.
Oder mit mehreren, abgeschlossenen (privaten) Wohnungen, die sternförmig um einen zentralen Gemeinschaftsbereich angeordnet sind. Auf jeden Fall braucht jeder ein abschliessbares Refugium, wohin er sich zurückziehen kann (wenn man die Faxen mal dicke hat. :crazy: )
Theo aus Herne hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 22:25

Ein interessantes Gemeinschaftsding, bei dem man sich abends bei Bedarf bei Kerzen auf der Terasse trifft ...
Nicht nur bei Bedarf, sondern auch als Regelkommunikation, bei der die Teilnahme Pflicht (welch hässliches Wort ...)
sein sollte und jeder seine Befindlichkeit und seine Bauchschmerzen schildert.
Theo aus Herne hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 13:10
Also wie es genau werden könnte muß sich über die Zeit vielleicht langsam auskristallisieren.
Wir stehen doch hoffentlich nicht mehr unter dem Zeitdruck der jungen Jahre.
Zeitdruck besteht nicht. Aber bevor der erste Euro in das Projekt fliesst, sollten die Rahmenbedingungen kristallklar sein.
Es wäre naiv anzunehmen, daß ein Zusammenleben mit mehreren Menschen ohne Konflikte möglich ist. Deshalb sollte schon in Friedenszeiten vorgesorgt werden, um im Ernstfall auf eine zivilisierte Streitkultur zurückgreifen zu können.
Ich denke an Mediation, demokratische Gremien zur Konfliktbeilegung.
Dann noch das liebe Geld, bei dem ja bekanntlich die Freundschaft aufhört und es sehr giftig werden kann (jeder der schon eine Scheidung hinter sich hat, weiss was ich meine ...)
Für die Aufnahme von Mitbewohnern und auch für den Fall der gütlichen Trennung mit finanziellen Konsequenzen,
braucht es einen juristisch wasserdichten Vertrag. Vielleicht könnte Gerold hier beraten ?
Theo aus Herne hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 22:25
Guten Abend El Vienés,
Euer Projekt ist mir schon einige Zeit bekannt und natürlich habe ich mir die Beschreibung und Fotos interessiert angesehen. Es wirkt sehr gut durchdacht und organisiert und von dieser Seite macht es einen sehr guten Eindruck. Das sprach mich vom Kopf her schon an.
Mein Bauchgefühl war etwas anders, was ich ausdrücklich nur auf mich persönlich beziehen möchte.
Das Projekt wirkt etwas zu professionell und hat einen kommerziellen Anschein.
Es ist sehr subjektiv, doch alles ist etwas zu glatt.
Das gleiche Bauchgefühl habe ich auch. Ohne El Vienés zu nahe treten zu wollen, oder etwas unterstellen möchte.
Aber man könnte doch aus der Organisation dieses Projekts lernen und ähnliche Strukturen schaffen.
Palmaregi hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 01:16
Bei mir war es nicht Wagner, sondern lauter Free-Jazz aus dem Nebenzimmer sonntags morgens um 9 Uhr!
Free-Jazz morgens um 9 Uhr ?
Igittigitt ! da wäre ja selbst ich zum Reggae konvertiert :-)

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Theo aus Herne » So 9. Jun 2019, 14:52

@ Pagarus
Sollten wir nicht erst einmal eine Idee weiter ausbauen, bevor wir die feinen Regelungen wie sogar Verträge
hier vertiefen ?
Wer den zweiten Schritt vor dem Beginn macht, startet oft gar nicht richtig.
Wir haben hier auch ein Wohnprojekt in meiner Heimatstadt und es sind auch diese Gesichtspunkte die mich manchmal in den Arbeitsgruppen irritieren.
Es wird zu teuer, zu groß, zu viele Leute, zu gemischt von der sozialen Zusammensetzung, zu alt vom Biologischen her, es ist verdächtig wenn dieser oder jener aus der Kommune dabei ist, das klappt nie, usw.
Natürlich sind Geschiedene gebrannte Kinder, doch die Meisten starten wieder eine neue Beziehung, oder ?
Versuch den positiven Ansatz zu finden - nicht den negativen Blickwinkel :sekt:
Viele Grüße :kisscheek:
Theo.

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Lee » So 9. Jun 2019, 23:28

Pagurus hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 14:15
Free-Jazz morgens um 9 Uhr ?
Das geht ja gar nicht.....Free Jazz reißt man wie den allermeisten Jazz Nachts voll auf. :mrgreen:

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Madee » Mo 10. Jun 2019, 14:15

Ich bin für eine Urlaubswohngemeinschaft, etwas ähnliches wie Buenvivir oder Ödis Musicasa. Mit einem oder mehreren Besitzern, die sich um das Objekt kümmern.

Alternativ dazu: Sollte die Interessensgemeinschaft gross genug sein, könnte man auch ganzjährig mieten und zu unterschiedlichen Zeiten urlauben. Was es dann noch braucht ist jemand der die ganze Zeit vor Ort ist usw. um die Betreuung der Anlage, des Objektes zu garantieren.

Wie das Zusammenleben im Endeffekt wirklich aussieht, und da sprech ich aus jahrelanger Erfahrung, hängt von vielen Faktoren ab, das können auch die ausgetüfteltsten Hausordnungen nicht knacken, wenn der Mond nicht im richtigen Quartal und die Föhnlage verquer und partout nicht dem Wohlgefallen aller entspricht. Eine gewisse Liebe zu allen Mitmenschen, Feingefühl sprich Empathie und jede Menge Augen zudrücken, hilft da sicher weiter.

Ich war bis vor kurzem auch in einem Gemeinschaftsgartenprojekt und habe etwas dazu gelernt. Nämlich, noch mehr Geduld , denn alle folgten brav dem Obergurugärtner, sein Wort war Gesetz, die Salatköpfe gehören 15 cm auseinander eingesetzt, dazu gab's ein Lineal ! und diskutiert wurde abschliessend in der Runde nur mit dem Redestäbchen in der Hand :rolling:
Kennt ihr das ? Da darf man nicht mehr zwischenrufen, Einwände erheben, nein da muss man warten. Tritratrallala. Kindergarten.

Dieses Buch "Eurotopia" bestell ich auch gleich. Danke für den Hinweis Regina !

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Pagurus » Mo 10. Jun 2019, 15:26

Theo aus Herne hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 14:52

Versuch den positiven Ansatz zu finden - nicht den negativen Blickwinkel :sekt:
Wahrscheinlich hast du recht. Als mehrfach gebranntes Kind scheue ich das Feuer und bringe zu wenig Optimismus mit, ohne den aber so ein Projekt nich funktionieren kann.
Deshalb werde ich mich aus diesem Thread raushalten.

Wie schon Luther wusste:
„Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz.“
Theo aus Herne hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 14:52
Viele Grüße :kisscheek:
Danke für das Küsschen.

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Palmaregi » Di 11. Jun 2019, 21:19

@Theo
@madee
@alle Interessierten

Die Idee zuerst einmal weiter ausbauen, sehe ich auch so.
Vielleicht stößt ja auch noch jemand mit weiteren Ideen dazu, deshalb lasst uns das Thema bitte "warmhalten"...

Prima, dass das Buch euch ein Hinweis war, für mich ist es eine fast unerschöpfliche Quelle an Infos. Fast alle der vorgestellten Projekte haben Websites, teilweise auch mit Videomaterial. Auch auf YT gibt es viele Videos zum Thema alternatives Wohnen, Gemeinschaftliches Wohnen, Mehrgenerationenhäuser etc.

Z.B. über die sehr grossen Projekte "ZEGG" in Berlin oder "Sieben Linden" in Norddeutschland. Das sind zwar völlig andere Dimensionen als die hier bis jetzt angesprochene, aber die Grundproblematiken sind die gleichen! Deshalb finde ich persönlich es so interessant und wichtig, sich mit anderen Projekten zu beschäftigen.

Vor vielen Jahren war ich in ähnlichem Bereich aktiv, damals ging es um alternative Kulturzentren. Ich habe Kontakte geknüpft und es ergab sich vieles an fruchtbarem Austausch. Problematisch wurde es SOFORT, als es um die Finanzierung ging...


Der "Reality Check" in Eurotopia: Fehler beim Gemeinschaftsaufbau

1. Privatbesitz
2. Strukturlosigkeit
3. Zu viel Gemeinschaft
4. Erwartungen (zu hohe)
5. Gruppengröße
6. Supervision (?)
7. Innere Arbeit
8. Isolation der Gemeinschaft
9. Lernen (von anderen)
10. Vision

(Eurotopia- Leben in Gemeinschaft / Verzeichnis von Gemeinschaften und Ökodörfern in Europa/ Ausgabe 2014/ herausgegeben von Sieben Linden)
Die Natur stellt keine Fragen und beantwortet auch keine. Sie hat längst ihren Entschluss gefasst.
Henry David Thoreau (1817-1862)

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Palmaregi » Di 11. Jun 2019, 21:29

Die Natur stellt keine Fragen und beantwortet auch keine. Sie hat längst ihren Entschluss gefasst.
Henry David Thoreau (1817-1862)

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Theo aus Herne » Di 11. Jun 2019, 23:51

Mit dem "Besitz" ist eine wesentliche Grundlage angesprochen.
Ich persönlich würde als Start eher ein Mietobjekt sehen.
Da kann die WG einmal Ihren Probelauf durchführen.
Und wenn es dann doch nicht so richtig klappt, zerstreuen wir uns wieder.
Vielleicht gebe ich mich als zureisender Besucher auch einigen Illusionen hin.
Den ein größeres Mietobjekt müßte natürlich zur Verfügung stehen,
egal wie es im Detail ist. Also als Haus mit mehreren Wohnungen oder Anlage mit kleinen Casitas.
Wie sieht es im Forum mit Wissen über das Angebot solcher Objekte auf La Palma aus ?
Schon mal etwas gesehen oder gehört ?
Ich weiß ja aus dem Immobilienmarkt, die Häuser / Objekte verkaufen sich teilweise etwas zäh und werden dann vielleicht auch vermietet. Das garantiert dem Besitzer (oder der Bank) eine feste Einnahme.

Jetzt mal etwas zum Psycho Hintergrund.
Ich persönlich suche eine nette Gemeinschaft, die durch ihre Bewohner interessante Dinge bieten kann.
Sie muß es für mich aber nicht. Bedeutet, ich habe nicht an allen Sachen Interesse und man muß nicht ständig etwas miteinander machen wenn man keine Lust hat.
Es soll in dem Sinne keine tiefe Lebensgemeinschaft für mich werden.
Hätte Lust an netten Gesprächen, Gitarre spielen, Tai Chi + Qi Gong, manche gemeinsame Unternehmung noch unbestimmter Art wie auf einem Segler um die Insel, Rundflug mit kleinen Maschinen, gemeinsame Ausflüge auf die anderen Inseln oder was sonst noch kommt oder sich als interessant herausstellen könnte.
Alles nur wenn jemand Lust drauf hat.
Ich benötige selbst auch Auszeit von der Gruppe für jede Menge Print Medien, das Netz und Zeit zum Nachdenken.
Nur um zu es erwähnen, das ist keine geschlossene Veranstaltung für ehemalige Pädagogikstudenten oder Ähnliche :lol:
Ich komme aus der technischen Ecke :huhu:

Bin gespannt auf neues Feedback und weitere Einsteiger in den thread.
Viele Grüße,
Theo.

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Re: Wohngemeinschaft auf La Palma

Beitrag von Madee » Mi 12. Jun 2019, 13:07

Ich persönlich suche eine nette Gemeinschaft, die durch ihre Bewohner interessante Dinge bieten kann.
Genau das suche ich auch. Interessante nette Menschen :grouphug: mit denen man mal wandern oder biken gehen kann, abends in die Taverne, mit dem Segelschiff um die Insel, Pilze sammeln, Tarock spielen, Boule oder Boccia am Strand, ab und zu gemeinsam kochen, spanisch lernen. Gärtnern überlasse ich gerne anderen, ich koche lieber.
Ich komme aus der praktischen Ecke. War lange selbständig unterwegs und gewohnt Entscheidungen zu treffen und auch umzusetzen. Bin dennoch kein Alphatier, auch kein Rudeltier, mich muss man nicht bespassen, mir fällt genug Blödsinn selber ein :rolling: Vom Sternzeichen Steinbock, eigentlich Einzelgänger, aber da gibt's auch noch den Aszendenten und der kommt im Laufe des Lebens immer mehr zum tragen.
Soviel ich vom alten Forum noch in Erinnerung hab, gibt's auf der Insel bereits einige Communities. Muss mal genauer suchen.
Tschüssle, geh jetzt Hochwasser vom Rhein anschauen.

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