Wasserqualität im Aridane-Tal

Allgemeine Themen rund um die Kanareninsel La Palma
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Anke
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Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Anke »

https://eltime.es/la-calle/33205-la-aso ... svase.html

Ich bin entsetzt!!!!
Aber mein Instinkt lässt mich schon seit Jahren das "Wasser für den Verzehr" im Supermark kaufen!!!!

Trotzdem, es ist eine riesengrosse Schweinerei :thumbdown: und betrifft das ganze Aridanetal (El Paso, Los Llanos und Tazacorte)
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Tanausú
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Tanausú »

Ne echte Sauerei - Colibakterien, seit 2016 bekannt und keine Warnung oder Abhilfe...
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Schnecke »

Habe ich etwas übersehen ? Zumindest die Übersetzung ist etwas schwammig. Ich vermisse das Ergebnis einer aktuellen Wasseranalyse und genauere Angaben über die Gebiete, in denen das Wasser verteilt wird bzw. ggf. auch wo anderes Wasser (Analyse ?) angeboten wird.

Grundsätzlich natürlich erst mal eine Sauerei! :thumbdown:
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von LaGraja »

Zunächst einmal ist dieser Artikel die Wiedergabe des Textes einer erst kürzlich gegründeten Vereinigung "Agua para La Palma", von der offenbar niemand weiß, wer sie gegründet hat, wer dahinter steckt und welche (politischen) Ziele sie verfolgt. Außerdem stammen die hier dokumentierten Werte immerhin aus 2016, also schlaffe 5 Jahre zurück. Es wäre doch sicher wünschenswert, aktuelle Werte vorgelegt zu bekommen und sie mit den sicher auch in Spanien existierenden Grenzwerten für Bakterien zu vergleichen, bevor man sich empört. Offensichtlich wird das Wasser des Tunél de Trasvase in die öffentlichen Netze des Aridane-Tals eingeleitet, wo es, wie wir wissen, ordentlich mit Chlor behandelt wird. Das überlebt keine Bazille, dafür schmeckt das Wasser grauenhaft. Wir trinken seit Jahren (gefiltertes) Galeriewasser und sind kerngesund. :bier:
Alles hat einen Anfang. Außer Tesafilm.
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Sportschütze »

Wir trinken so gar , seit die Zapfstelle in der Cumbrecita geschlossen ist, gefiltert das Stadtwasser.

Carbonit NFP, Kokosnusskohle, Filterdichte von 0,45 µm mit top Rückhaltewerten

Der Geschmack dieses Wasser ist mit dem aus der Cumbre identisch.

Davor, im Jahr 2019, haben Bekannte in D dieses Wasser einmal testen lassen und es wurden KEINE
dieser hier erwähnten Bakterien gefunden.
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Tanausú »

Damit sich jeder ein Bild machen kann; hier mal noch die Übersetzung des gestrigen Time-Artikels:

"Der Verein "Agua para La Palma" stellt die Qualität des Túnel de Trasvase für den menschlichen Verzehr in Frage

Eine kürzlich gegründete Vereinigung mit dem Namen "Wasser für La Palma" hat in einer Erklärung die Qualität des Wassers, das aus dem Túnel de Trasvase kommt und die Gemeinden des Valle de Aridane versorgt, für den menschlichen Konsum in Frage gestellt. In dem Brief, der an die Medien geschickt wurde, sind keine genauen Daten der Aussage enthalten.

Daraufhin forderte die Redaktion von ElTime.es Dokumente zu dem Genannten an, und (man) schickte dieser Redaktion die Kopie eines Dokuments aus dem Jahr 2016, in dem das Vorhandensein von Escherichia coli in der Analyse der Westmündung vom 13. Juli 2016 bescheinigt wird.

Es ist notwendig, sich daran zu erinnern, dass das Wasser, das seit vielen Jahren aus diesem Tunnel geliefert wird, später in den kommunalen Lagerstätten behandelt wird, die bereits unter der Zuständigkeit der Stadtverwaltungen stehen, wo auch andere Analysen vor der Weitergabe desselben an die Wohnhäuser durchgeführt werden. In diesen Analysen gibt es nichts über das Vorhandensein der Bakterien. (...)

In jedem Fall veröffentlichen wir im Sinne einer korrekten und transparenten Information der Öffentlichkeit die von diesem Verband gesendete Stellungnahme, in Erwartung der entsprechenden klärenden Mitteilung des Insular Water Council, mit dem wir den ganzen Montagmorgen über Gespräche geführt haben.

Das Kommuniqué lautet:

Das teilt die Asociación Agua para La Palma, mit:

Mit der offiziellen Analyse des Wassers aus dem Túnel de Trasvase des Jahres 2016, die in unserem Besitz ist, speziell von der Westmündung, und nachdem wir uns eine angemessene Zeit genommen haben, um die entsprechenden Konsultationen durchzuführen, sind wir verpflichtet, der Bevölkerung im Allgemeinen und dem Gebiet des Valle de Aridane, Tazacorte und El Paso im Besonderen mitzuteilen, dass aus diesen Analysen seine Null-Qualität für den menschlichen Verzehr abzuleiten ist, weil das analysierte Wasser durch fäkale Abfälle beeinträchtigt ist, speziell durch E-Coli-Bakterien, die angeblich aus der Nachbarschaft De la Rosa, in El Paso alto kommen.

Dieses Gebiet mit einer potenziellen Bevölkerung von 3.000 Menschen hat kein Abwassersystem, so dass das gesamte Abwasser direkt in den Staudamm des Cumbre Vieja-Aquifers eingeleitet wird, der die Gemeinden El Paso, Los Llanos de Aridane und Tazacorte mit öffentlichem Wasser versorgt.

Wir verlangen zu erfahren, warum der Consejo Insular de Aguas del Cabildo de La Palma und sein Leiter, Herr Carlos Cabrera, der Verantwortliche, der nach der Entdeckung dieser Wasserverschmutzung im Jahr 2016 und der gesetzlichen Frist von 30 Tagen, um sie zu korrigieren, Erklärungen und Lösungen anbieten sollte, dies nicht getan hat und warum er sich entschlossen hat, dieses verunreinigte Wasser weiterhin an die Bevölkerung abzugeben, ohne dass eine gegenteilige Mitteilung erfolgte, eine Situation, die bis heute andauert.

In Anbetracht der Wichtigkeit dieses Themas, da es die öffentliche Gesundheit betrifft, verlangen wir Erklärungen von den Verantwortlichen, und in Anbetracht der Tatsache, dass dieser Stadtteil bereits ohne Abwassersystem existierte, als diese Infrastruktur gebaut wurde, verlangen wir auch von allen früheren Politikern, die damals im Amt waren, den Nachweis, dass diese Verunreinigung nicht von Anfang an bestand, als das Wasser aus dem Transfer-Tunnel, der übrigens für die landwirtschaftliche Nutzung gebohrt wurde, für den menschlichen Konsum verwendet wurde.

Gleichzeitig und aufgrund der Wichtigkeit dieser Situation fordern wir auch, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden, um diese Situation zu korrigieren."
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Tanausú »

Und hier in einem Artikel von El Diario vom 9. Februar d.J. über deren Gründung:

Die Plataforma Agua para La Palma, "möchte das Recht wahrnehmen, zu einem besseren Wassermanagement auf der Insel beizutragen (...)" und dass "der Zugang zu Wasser erleichtert werden sollte", (...) denn "es gibt Lösungen, einige von ihnen von Ingenieuren von bewährtem internationalem Niveau gebilligt, die das Problem der Wasserknappheit minimieren können. Wir haben sie seit mehr als einem Jahr mit dem Entwurf des Umfassenden Wasserwirtschaftsplans vorgeschlagen, der sowohl an öffentliche als auch an private Institutionen geliefert wurde".

Diese Lösungen "beinhalten eine bessere Nutzung der Ressourcen, die derzeit aufgrund des mangelhaften Zustands der Infrastrukturen und der Verwaltung des Consejo Insular de Aguas, der zum Cabildo gehört, verloren gehen:" (...)

Vorgeschlagene Massnahmen:

- "Dämme in den Stollen zu setzen, sollte gesetzlich vorgeschrieben sein. (...) Der beste Weg, Wasser zu sparen, ist, es im Grundwasserleiter zu halten, und diese Tatsache wurde in den letzten Regentagen bewiesen. In allen Galerien, die diese Arbeiten ermöglichen, sollten hydraulische Verschlüsse angebracht werden. Das CIALP sollte Regelungen zum Schutz der Grundwasserleiter durch die Installation dieser hydraulischen Verschlüsse fördern.

- Reparieren Sie alle öffentlichen Kanäle der Insel, insbesondere den LP1, dass er in seiner Gesamtheit repariert wird, indem Sie seinen Weg verrohren. Diese wichtige Infrastruktur sollte zum allgemeinen Interesse und zur Priorität erklärt werden.

- Wir schlagen vor, dass alle Bewässerungsgemeinschaften technischer werden, um das Wasser zu optimieren und zu sparen.

- Verbesserungs- und Wiederherstellungsplan für öffentliche und private Reservoirs sowie einen Wartungs- und Verbesserungsplan für öffentliche und private Brunnen, der deren Nutzung im Bedarfsfall ermöglicht.

- Verbesserung der Kommunikationskanäle, Veröffentlichung der Wasserpreise, der gewonnenen Wassermengen, des Drucks, der Investitionen und der Projekte aller Infrastrukturen, die vom CIALP abhängen, auf der Website des Inselwasserrats.

- Reform der derzeitigen Leitungsgremien im Insular Water Council, um das Allgemeinwohl zu gewährleisten, da es sich um eine Einrichtung handelt, die mit unseren Steuern bezahlt wird. Agua para La Palma beantragt, diesem Rat anzugehören und einen der derzeit freien Sitze zu besetzen, und zwar in der Gruppe G, in der die Verbraucherverbände vertreten sind. Wir sind auch der Meinung, dass Asepalma, ein Verband, der alle Bananenexporteure und Kooperativen auf der Insel La Palma umfasst, eine Vertretung im Inselwasserrat in der Gruppe F, den landwirtschaftlichen Verbänden, erhalten sollte."

https://www.eldiario.es/canariasahora/l ... 05369.html

Weitere relevante Artikel:

http://lavozdelapalma.com/2021/02/09/ag ... r-calidad/

https://www.eldia.es/la-palma/2021/05/0 ... 63913.html
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Cortado »

Wie soll das denn zusammenpassen? Eine Gruppe, die einen grundsätzlich seriösen Anspruch erhebt, meldet sich mit einem "Skandal" zu Wort, der - zumindest den veröffentlichten Informationen nach - nichts weiter ist als der Beweis für ihre völlige Inkompetenz???

La Graja hat's ja schon geschrieben: Hier wird Wind um eine fast 5 Jahre alte (!) Probe des Rohwassers (also VOR der Aufbereitung zum Trinkwasser!) gemacht. Dazu noch die Abbildung der ersten Seite eines Laborergebnisses von 2019, das aber nur völlig unauffällige chemische Werte zeigt.

Wenn das alles ist, sehe ich schon die nächste Schlagzeile:
"Wir haben ein Foto, das beweist, dass das Teneguía Princess im Jahr 2018 eine Obstlieferung bekommen hat, in der 5 schimmelige Weintrauben enthalten waren!"

¡Hasta luego!
Wolfgang
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Tanausú »

Naja. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit müssen die sicher noch dazulernen. :)

Interessant wird's, wenn jetzt in dem Kontext mal konkrete aktuelle Daten zur Wasserbelastung veröffentlicht werden.
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Sportschütze »

Cortado hat geschrieben: Di 4. Mai 2021, 10:00
Wenn das alles ist, sehe ich schon die nächste Schlagzeile:
"Wir haben ein Foto, das beweist, dass das Teneguía Princess im Jahr 2018 eine Obstlieferung bekommen hat, in der 5 schimmelige Weintrauben enthalten waren!"

¡Hasta luego!
Wolfgang
Leider gibt es immer wieder Leute und Gruppen die meinen, sie müssten sich mit irgendwelchen, nicht vorhandenen
Sensationen hervor tun und Andere die meinen sie müssten auf den Zug springen und diese verbreiten.

Demnächst findet genau diese Gruppe heraus, dass das Meerwasser total versalzen ist und man es nicht trinken könnte ....
dabei gibt es ja eigentlich auch Entsalzungsanlagen.
:gruebel:
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Theo aus Herne »

Leider fehlen in der Angelegenheit viele Informationen,
die das Bild abrunden könnten.
Gleichzeitig würde ich diese Gruppe nicht gleich verreißen.
Neue Interessengruppen fallen in der Regel nicht als Profis der Öffentlichkeitsarbeit vom Himmel,
sondern entwickeln sich mehr oder weniger im Laufe der Zeit.
Andererseits verschwinden auch wieder viele :mrgreen:
Ihr Maßnahmenkatalog ist doch gar nicht so schlecht.
Viele der Mängel die angegangen werden sollen, sind hier im Forum doch ebenfalls schon thematisiert worden.
Und Hauptthema ist : Die Insel hat zuwenig Wasser, es muß etwas passieren :thumbup: .
Schaun wir mal wie´s weitergeht.....
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Tanausú »

Voilá. Hier die Antwort vom Wasser-Jefe der Insel:

"Der Wasserrat des Cabildo Insular, Carlos Cabrera, ist auf die Vorwürfe der "Vereinigung Wasser für La Palma" bezüglich der Qualität der Wasserressource des Túnel de Trasvase für den menschlichen Verbrauch im Tal von Aridane eingegangen. Diese Vereinigung hat in einer kürzlich abgegebenen Erklärung die mögliche Verunreinigung dieses Wassers in Frage gestellt.

"Ich bedauere zutiefst, dass Sie mit einer Ressource spielen, die sehr kontrolliert ist, einfach mit der Absicht, sich wieder einmal mit dem Consejo Insular de Agua zu konfrontieren, aber dieses Mal ernsthaft falsch", sagte Cabrera.

In diesem Zusammenhang stellt er mit verärgerten Ton fest, "dass sie der Öffentlichkeit nicht sagen können, dass das Wasser von La Palma kontaminiert ist und fäkale Wasser hat".

Die von dieser Vereinigung verbreiteten Informationen beziehen sich auf Berichte, die damals erstellt wurden, auf Analysen, die in Brunnen, Stollen und dem Überleitungstunnel an der Mündung des Valle de Aridane durchgeführt wurden. Dokumente, die der Rat selbst an diesen Verein geliefert hat, entsprechend den Jahren 2016 und 2019.

"Diese Analysen werden alle 3 Jahre durchgeführt. Im Jahr 2016 gab es Parameter, die dann in den städtischen Ablagerungen korrigiert wurden (...)", versicherte er. (...)

Vom Cabildo heißt es auch, dass "das Schlimmste ist, dass sie den Bericht von 2019 haben und darin noch einmal gezeigt wird, dass die Analyse zeigt, dass es keine Spur von fäkalen Überresten im Aquifer des Transfertunnels hat; das heißt, sie unterschlagen den Bericht von 2019, der sagt, dass es sich um Wasser von exquisiter Qualität handelt".

Für den PP-Politiker ist das "inakzeptabel". In diesem Sinne meint er, dass es "eine gesellschaftliche Ablehnung" zu diesen Aktionen geben muss "und wir sehen werden, ob es auch eine gerichtliche Ablehnung gibt". (...)

Cabrera fordert, dass "sie bei einem so wichtigen Thema wie der Wasserressource von La Palma nicht spielen oder lügen, denn wenn man prüfen will, ob das Wasser verseucht ist, muss man nicht in den Tunnel gehen, sondern nur zu den städtischen Lagerstätten."

Aus diesem Grund ist er der Meinung, dass "die Institutionen und die Arbeiter, die dafür verantwortlich sind, dass das Wasser die Häuser in ausgezeichneten Bedingungen erreicht, nicht respektiert werden".

Schließlich wollte der Wasserrat der Bevölkerung mit einer starken Botschaft "Ruhe" vermitteln: "Das Wasser ist in einem hervorragenden Zustand."

https://www.eltime.es/politica/185-inst ... lYmUqVs0nQ
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von LaGraja »

Theo aus Herne hat geschrieben: Di 4. Mai 2021, 14:00 Leider fehlen in der Angelegenheit viele Informationen,
die das Bild abrunden könnten.
Gleichzeitig würde ich diese Gruppe nicht gleich verreißen.
Neue Interessengruppen fallen in der Regel nicht als Profis der Öffentlichkeitsarbeit vom Himmel,
sondern entwickeln sich mehr oder weniger im Laufe der Zeit.
Andererseits verschwinden auch wieder viele :mrgreen:
Es fehlen vor Allem grundlegende Informationen über das wie, wer und warum dieser mysteriösen "Plattform". Wer steckt dahinter? Welcher politische Hintergrund? Für diese Transparenz muss man kein Profi sein, nur ehrlich. Mir scheint, es soll hier ein Skandälchen, das keines ist, aufgeblasen werden, um den Verein bekannter zu machen. Am Ende ist nur die Bevölkerung verunsichert (und auch manche*r Forist*in :oops: )
Alles hat einen Anfang. Außer Tesafilm.
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Tanausú »

Hm. Irgendwie aber auch ein interessantes Kapitel rings um die zunehmende insulare Wasserknappheit. Oder handelt es sich hier gar um einen Vorläufer zukünftiger Konflikte, wie sie in weiten Teilen der Erde zu erwarten sind?..

:arrow: https://www.dw.com/de/die-wachsende-bed ... a-52745441
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Anke »

Also ich habe ein "einschneidendes" Erlebnis in Erinnerung.
Ist zwar schon einige Jährchen her:
Den Tee, den ich mit Wasser aus dem Hahn zubereitete, konnte man nicht trinken!!!!!!
Er war nach dem Aufguss ein "ausgeflocktes Etwas"!

Von da ab bin ich seehr vorsichtig geworden.
Vielleicht gibt es hier einen Experten, der das erklären kann. Am Tee hat es aber nicht gelegen.
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Cortado »

Für Ausflockungen fallen mir eigentlich nur zwei mögliche Ursachen ein:
  • Irgendwelche Mineralien im Wasser haben schwer bzw. unlösliche Verbindungen gebildet. Kann durch das Aufkochen passieren oder durch Reaktion mit Inhaltsstoffen des Tees.
  • Sie sind direkt aus der Leitung gekommen (und evtl. erst nach Kontakt mit dem Tee sichtbar geworden). Ursache wäre dann, dass sich in der Leitung ein Biofilm gebildet hat (eine dünne "Haut" aus Bakterien an den Innenwänden) und sich davon etwas gelöst hat. Da auch diese - normalerweise harmlosen - Bakterien zumindest ein bisschen Futter brauchen, sollte das bei Leitungswasser eigentlich nicht bzw. nur minimal passieren.
Wird sich im Nachhinein und ohne Foto wohl nicht weiter rekonstruieren lassen.

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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Theo aus Herne »

LaGraja hat geschrieben: Di 4. Mai 2021, 15:47 Es fehlen vor Allem grundlegende Informationen über das wie, wer und warum dieser mysteriösen "Plattform". Wer steckt dahinter? Welcher politische Hintergrund? Für diese Transparenz muss man kein Profi sein, nur ehrlich. Mir scheint, es soll hier ein Skandälchen, das keines ist, aufgeblasen werden, um den Verein bekannter zu machen. Am Ende ist nur die Bevölkerung verunsichert (und auch manche*r Forist*in :oops: )
Naja, es handelt sich um die Medienquellen "El Time" und "El Diario", die in ihren Artikeln
die Hintergrundinformationen zu der neuen Gruppe nicht mitgeliefert haben.
Nicht um eine direkte Stellungnahme der "Agua para La Palma".
Also kann man dieser Gruppe eigentlich keine Intransparenz vorwerfen, sondern den Medien.
Und denen ist eventuell die Gruppe doch etwas besser bekannt und man hat deshalb auf Details verzichtet,
weil sie der Lokalbevölkerung ebenfalls bekannt ist.

Das ein verantwortlicher Politiker sich zu Recht oder Unrecht erst einmal empört äußert,
ist doch nachvollziehbar.
Einmal weil es nicht stimmt, andererseits weil er sich kaum hinstellen kann und die Anschuldigung bestätigt.
Das ist ein Politiker, weiter möchte ich die Stellungnahme nicht erläutern.
Wir sollten mal abwarten was da kommt.
Vielleicht ist La Graja so nett, da gut vernetzt und der spanischen Zunge fließend mächtig,
einmal vor Ort die Medien über weitere Infos zu der Gruppe zu scannen und uns einige
weitere Infos zu geben.
Das würde ein sehr dankenswerter Einsatz sein.

@Cortado
Ursache wäre dann, dass sich in der Leitung ein Biofilm gebildet hat (eine dünne "Haut" aus Bakterien an den Innenwänden) und sich davon etwas gelöst hat. Da auch diese - normalerweise harmlosen - Bakterien zumindest ein bisschen Futter brauchen, sollte das bei Leitungswasser eigentlich nicht bzw. nur minimal passieren.
Übrigens sind Koli-Bakterien gleichfalls nur Bakterien und eigentlich in geringer Konzentration kaum schädlich.
Wenn sie gefüttert werden vermehren sie sich und dann kann es heikel werden, muß aber nicht.
Im Trinkwasser haben sie nichts zu suchen, auch wenn die Nachbehandlung durch z.B. Chlor ihre unangenehmen Auswirkungen neutralisieren kann.
Es Ist immer gut, wenn solche Verdachtsfälle transparent und detailliert geklärt werden.
Das müßte doch im Interesse der Bewohner dort sein.
VG Theo.
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Tanausú »

"Naja, es handelt sich um die Medienquellen "El Time" und "El Diario", die in ihren Artikeln die Hintergrundinformationen zu der neuen Gruppe nicht mitgeliefert haben. Nicht um eine direkte Stellungnahme der "Agua para La Palma".

Doch, lieber Theo. Und die ist oben auch wiedergegeben (Kommuniqué). Sie bietet aber, nach nun eingehender Betrachtung, wenig mehr als ne olle Kamelle. LaGraja hatte das ja auch gleich zielsicher erfasst... :grin:

Gerade deswegen geb ich Dir darin recht, dass es umso interessanter wird, jetzt dann mal Genaueres über die Gruppe und ihre Motive zu erfahren. Verteilungskampf-Ressentiments? Intrige konkurrierender Wasserbarone? Oder einfach ne politische Finte...
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von Tanausú »

Jo. Man findet nicht allzu viel im Netz zu dieser Vereinigung; aber hier mal ein paar Namen:

"Die Vereinigung 'Agua para La Palma, Túnel de Trasvase' zeigt sich als eine Bürgerbewegung, die den Zustand der Vernachlässigung aufgedeckt hat, in dem sich diese Infrastruktur in den letzten zehn Jahren ohne Wartung befindet.
Sie behauptet, dass es ihnen nicht um kostenloses Wasser geht, sondern um eine Mäßigung der Preise, und unter ihren Mitgliedern befinden sich auch Anteilseigner. Pedro Vega ist ein Fachmann in der Tourismusbranche und César Pérez ist Avocado-Bauer, beide sind Teil der Plattform.
Sie warnen, dass das Consejo Insular de Aguas nicht über qualifiziertes Personal verfügt, und sagen, dass die ursprüngliche Idee des Transfer-Tunnels vor vier Jahrzehnten genau darin bestand, die Verteuerung des Wassers zu vermeiden. Eine Preiserhöhung, die, wie sie sagen, unnötig ist und deren Kosten die höchsten auf den Kanarischen Inseln wären. Was die Entnahme von Wasser aus Brunnen betrifft, so begrüßen sie die Initiative als Sofortmaßnahme, warnen aber vor der Versalzung des Wassers auf kurze Sicht."
.
paplp.PNG
"Im Bild: Mitglieder der Plattform (von links nach rechts) Pedro Melo, Bananenbauer; Jorge Acosta, pensionierter Lehrer; Pedro Vega, Tourismusfachmann und César Pérez, Avocadobauer."

https://www.ivoox.com/plataforma-8216-a ... hFDk1Rv5dM
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Re: Wasserqualität im Aridane-Tal

Beitrag von nils.k »

Dabei wäre es so einfach: undichte Wassergalerien und -leitungen reparieren, offene Behälter verschließen und moderne Bewässerungssysteme nutzen, schon ist mehr und Wasser als wir brauchen im System. Auch die Biokontamination würde drastisch verringert.

In meiner Nachbarschaft ist es völlig normal, dass neue Bewässerungen mit Sprengern aufgebaut werden, obwohl es längst gute und günstige Tropfanlagen zu kaufen gibt. Aber die Tradition verlangt halt, dass das Wasser von oben kommt, auch wenn ein guter Teil verdunstet oder verweht wird. Da muss noch einige Überzeugungsarbeit geleistet werden.
La paz comienza con una sonrisa.
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