Tödlicher Wanderunfall

Allgemeine Themen rund um die Kanareninsel La Palma
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Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von NiederBayer » Di 8. Okt 2019, 19:07

Auf der Strecke Cumbrecita - playa de Taburiente.

Quelle: lapalma1.net

https://lapalma1.net/2019/10/08/tragisc ... -la-palma/

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Schnecke » Di 8. Okt 2019, 19:37

Tja, was soll man dazu sagen...? Da muss man erst mal abwarten, warum die Leute
noch so spät dort unterwegs waren - scheinbar ohne GPS o.ä.

Ich habe in der Nacht 2x den Hubschrauber gehört, was hier ja schon sehr ungewöhnlich ist.
Da denkt man als erstes an einen Notfall.

@ NiederBayer
Danke für den Hinweis.

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Birigoyo » Di 8. Okt 2019, 19:42

NiederBayer hat geschrieben:
Di 8. Okt 2019, 19:07
Auf der Strecke Cumbrecita - playa de Taburiente.

Quelle: lapalma1.net

https://lapalma1.net/2019/10/08/tragisc ... -la-palma/
Möge der Mann in Frieden ruhen .
Den Weg bin ich zwei mal bis jetzt gelaufen .
Aber nur bis zum Escuchadero . Wer dann noch weitergeht ist definitiv lebensmüde , sorry .

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von LaGraja » Mi 9. Okt 2019, 00:18

Birigoyo hat geschrieben:
Di 8. Okt 2019, 19:42
Möge der Mann in Frieden ruhen .
Den Weg bin ich zwei mal bis jetzt gelaufen .
Aber nur bis zum Escuchadero . Wer dann noch weitergeht ist definitiv lebensmüde , sorry .
Die drei waren am Abzweig zur Galeria de Altaguna unterwegs, wo es sogar eine Hütte gibt, als der Unfall passierte. Dieser Weg ist schon tagsüber heikel und überdies gesperrt. Was drei ältere (55-60) Deutsche dort nachts zu suchen hatten, würde mich sehr interessieren. Insgesamt waren an der Rettungsaktion lt. Presse 12 mutige Menschen beteiligt, die wegen solcher Idioten ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen mussten, incl. der Helipiloten. Einfach nur irrre. :thumbdown:

https://www.eldiario.es/canariasahora/l ... 05090.html

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Palmaregi » Mi 9. Okt 2019, 01:16

Ich habe in El Paso den Hubschrauber grade noch mitbekommen um ein Uhr nachts ,
ich dachte an Feueralarm...
an verirrte -Wanderer um diese Zeit auf gar keinen Fall.
Die Natur stellt keine Fragen und beantwortet auch keine. Sie hat längst ihren Entschluss gefasst.
Henry David Thoreau (1817-1862)

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von steven » Mi 9. Okt 2019, 03:37

klingt hart aber so ist die natuerliche auslese (evolution) nun mal.. haette alle drei erwischen koennen.... wer nicht hoert wird fuehlen...oder leider auch nichts mehr :(

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Nina-Elena » Mi 9. Okt 2019, 09:36

In Anbetracht des Todesfalls finde ich es geschmacklos von Idioten und natürlicher Auslese zu sprechen. Wir sind uns alle einig, dass solche Aktionen lebensmüde sind. Aber so ein bisschen Pietät würde dem Einen oder Anderen gut stehen.

Schade, dass man Empathie nicht kaufen kann.

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Lee » Mi 9. Okt 2019, 10:13

Nina-Elena hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 09:36
In Anbetracht des Todesfalls finde ich es geschmacklos von Idioten und natürlicher Auslese zu sprechen. Wir sind uns alle einig, dass solche Aktionen lebensmüde sind. Aber so ein bisschen Pietät würde dem Einen oder Anderen gut stehen.
Das sehe ich auch so. Etwas Zurückhaltung in den Formulierungen wäre angebracht.

Der Fall erscheint vor allem weil sie dort nachts unterwegs waren absolut rätselhaft. Warten wir ab, was die Ermittlungen bringen.

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Siltho » Mi 9. Okt 2019, 10:43

@Steven

Das ist nicht nur pietätlos (was sollen die beiden Überlebenden denken, wenn Sie Deinen Ausspruch lesen?), sondern es ist geschmacklos in Zusammenhang mit Menschen von natürlicher Auslese zu sprechen.

Und mit Evolution hat das Ganze nicht mal im Entferntesten zu tun.
Liebe Grüße aus Düsseldorf,

Silke und Thorsten

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von laluna » Mi 9. Okt 2019, 11:57

steven hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 03:37
klingt hart aber so ist die natuerliche auslese (evolution) nun mal.. haette alle drei erwischen koennen.... wer nicht hoert wird fuehlen...oder leider auch nichts mehr :(
Pietätloser geht es wohl nicht.

Da haben Menschen sich verirrt, einer der Verirrten ist toedlich verunglueckt und du sprichst von "natuerlicher Auslese"?

Mir fehlen die Worte

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von steven » Mi 9. Okt 2019, 13:21

formulierungen wie "irre" und" lebensmuede" sind dann was anderes? es mag nicht angebracht oder einfach nur noch direkter sein aber trifft dann dennoch den nagel auf den kopf oder hatten nicht einige den gedanken "selbst schuld" zumindest ansatzweise im kopf.. damit ist das dieser thread fuer mich beendet.

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Siltho » Mi 9. Okt 2019, 13:51

steven hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 13:21
damit ist das dieser thread fuer mich beendet.
Is' auch besser so...
Liebe Grüße aus Düsseldorf,

Silke und Thorsten

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von laluna » Mi 9. Okt 2019, 14:24

@la graja
"Insgesamt waren an der Rettungsaktion lt. Presse 12 mutige Menschen beteiligt, die wegen solcher Idioten ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen mussten, incl. der Helipiloten. Einfach nur irrre. " :thumbdown:

Wer sich verlaeuft, ist nicht unbedingt ein Idiot.
Keine Ahnung ueber den Hergang, aber die Verirrten kritisieren und beleidigen.
Es ist ein Mensch gestorben.

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Siltho » Mi 9. Okt 2019, 14:48

Der Ort und die Uhrzeit des Unglückes sind schon sehr ungewöhnlich und laden naturgemäß zu wilden Spekulationen ein.

Da wie @laluna bereits bemerkte ein Mensch gestorben ist und zwei Menschen womöglich den Rest ihres Lebens psychisch an dieser Geschichte zu knabbern haben, sollte man sich hier an die Fakten halten, keine nicht im Geringsten zu belegenden Mutmaßungen anstellen und schon gar nicht einen toten Menschen beleidigen ("Idioten", "irre", "natürliche Auslese").

Es ist erschreckend zu was die Anonymität des Netzes verleitet. Würde die entsprechenden Foristen die gleichen Aussagen tätigen, wenn Mann oder Bruder eines Freundes oder einer Freundin derart verunglückt wäre? Mag jeder für sich selbst beantworten...
Liebe Grüße aus Düsseldorf,

Silke und Thorsten

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von LaGraja » Mi 9. Okt 2019, 17:53

@all
Fakt ist, dass die drei nachts (!) auf einem gesperrten (!!) Weg unterwegs waren, auf dessen Gefährlichkeit (!!!)überall, auch an der Stelle des Abzweigs, deutlich hingewiesen wird. Die drei "Wanderer" waren 55, 57 und 60 Jahre alt, also in der Lage, das Unrecht ihres Tuns und die damit verbundene Lebensgefahr klar abzuschätzen. Man kann sich auf diesem Weg nicht "verlaufen", sondern muss absichtlich diese Grenzüberschreitungen begehen. Schon am Einstieg in den Weg ist eine "barra" zu überwinden. Alle mir bekannten Wegbeschreibungen warnen dringend vor diesem Weg und empfehlen ihn -wenn geöffnet!- nur für "Extremsportler". Es wird dringend geraten, sich am Beginn des Weges -wenn geöffnet!- bei der Parkverwaltung zu melden, z.B. am Cumbrecita-Häuschen und sich nach Zustand und Öffnung zu erkundigen.

Ich weiß nicht, welche Bezeichnung für solche Menschen, die wissentlich aus welchen Motiven auch immer, das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzen, angemessen ist. Ich hätte da noch einige in petto...

Ich empfehle allen empathischen Menschen hier im Forum, einmal etwas Empathie für die Retter und Piloten aufzubringen, die in diesem Fall z.B. mit dem nachttauglichen Helikopter von Teneriffa hierher fliegen mussten, um in bergigem Gelände (!) nachts (!!) "Wanderer" zu suchen, die noch nicht einmal ihren Standort angeben konnten. Ich habe mich am Rande eines ähnlichen Vorfalls mal mit einem Guardia unterhalten, als wieder einmal ein überforderter Wanderer (in diesem Fall eine Wanderin) mit unzureichendem Schuhwerk von einem Steilhang gepflückt und 4 km runtergeschleppt werden musste. Seine Antworten waren nicht druckreif.

@silto
Es handelt sich nicht um "wilde Spekulationen", sondern um Presseberichte aus "ElTime" und "El Diario". Ich bitte, von solchen Unterstellungen künftig abzusehen.

https://www.eldiario.es/canariasahora/l ... 55496.html

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von LaGraja » Mi 9. Okt 2019, 18:30

Hier noch ein Zitat aus dem Bericht von El Diario:

„Um 02:00 Uhr...begann der Aufstieg zu dem Bereich, der durch die Notrufzentrale mitgeteilt worden war. Dieser Weg ist derzeit mit einer Barriere für die Wanderer versehen, da die letzten Erdrutsche ihn In einem unglücklichen Zustand hinterlassen hätten. Dies ist eine sehr gefährliche Route, da sie zwischen riesigen senkrechten Wänden verläuft, die mehrere hundert Meter hoch sind “, sagen sie.

„Die Operation, die sich aus den drei Spezialisten von GREIM, zwei Agenten des Nationalparks, drei Mitgliedern des Roten Kreuzes und zwei Vertretern des Katastrophenschutzes zusammensetzte, stellte fest, dass der Weg in einigen Abschnitten verschwunden war und über rutschiges Material führte und an anderen Stellen war der Weg einfach von Erdrutschen begraben worden “, betonen sie.

Noch Fragen?

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Anke » Mi 9. Okt 2019, 19:19

Eigentlich bin ich einfach sprachlos ob dieses schrecklichen Wanderunfalls.
Trotzdem frage ich mich schon den ganzen Tag, wie kommt man auf die Idee, auf dem gefährlichsten WW La Palmas bis in die Nacht rein zu wandern? Zumal es jetzt schon ziemlich früh und schnell dunkel wird.
Das Nacht-Bild in El Diario sagt alles!!!!
Ich denke der Wanderweg wird jetzt gänzlich gesperrt. Wenn Warnschilder nicht ausreichen, ist das die einzigste Alternative.

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Siltho » Mi 9. Okt 2019, 19:40

@lagraja

In den erwähnten Zeitungsberichten steht nur, DASS die Wanderer dort waren und nicht WARUM. Und genau über dieses WARUM wurde hier spekuliert. Nur das haben wir zum Ausdruck gebracht und werden dies auch in Zukunft tun.
Liebe Grüße aus Düsseldorf,

Silke und Thorsten

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von LaGraja » Mi 9. Okt 2019, 20:32

Anke hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 19:19
Ich denke der Wanderweg wird jetzt gänzlich gesperrt. Wenn Warnschilder nicht ausreichen, ist das die einzigste Alternative.
Der Weg IST gesperrt. Es gibt dort eine "barriera" mit entsprechendem Hinweis.

@ siltho
Das WARUM ist zwar interessant, aber unerheblich, da eine fahrlässige Verletzung der dort geltenden Sperrung und Nichtbeachtung der vielfachen Hinweise nicht denkbar ist. Es war eine Sperre zu überschreiten und ein Schild zu umgehen. Alle Wanderführer und Beschreibungen warnen vor diesem Weg. Ich kenne den Einstieg, ein versehentliches "Verlaufen" ist undenkbar. Wenn man sich entscheidet, dies alles zu ignorieren und auch noch abends bzw. nachts hier einsteigt, darf man sich über solche Folgen nicht wundern. Ich muss trotzdem nochmals darauf hinweisen, dass es sich nicht um "wilde Spekulationen", sondern um Fakten handelt, aber was soll´s, siltho.

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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von NiederBayer » Mi 9. Okt 2019, 21:31

Steht denn eigentlich fest, dass die Wanderer von der Cumrecita aus los gegangen sind? Ich meine, es wäre doch auch denkbar, dass sie aus der Caldera hoch gestiegen sind, sich dann nicht mehr runter getraut haben (heikle Passagen sind meist bergauf deutlich besser zu gehen) und dann versucht haben, sich zur Cumrecita durchzuschlagen.

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